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Katastrophenhilfe

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Am Beispiel der ├ťberschwemmungen in Rum├Ąnien 1998, 1999

Schon 1998 richteten riesige ├ťberschwemmungen in Rum├Ąnien gro├če Sch├Ąden an und hinterlie├čen insbesondere in der Region Sibiu in den St├Ądten Beresti und Altina ein Bild des Schreckens. Dank gro├čz├╝giger Spenden vermochte der Internationale Hilfsfonds wirksame Soforthilfe zu leisten. Im Juli 1999 brach dann eine noch schlimmere ├ťberschwemmungs-katastrophe ├╝ber die Nachbar-Regionen der im Jahr zuvor betroffenen Region Sibiu herein. Herr Carol Roman, IH- Repr├Ąsentant in Rum├Ąnien, berichtet:

Sintflutartige Regenf├Ąlle verursachten im Juli 1999 ├╝berflutende B├Ąche und aus ansonsten ruhig dahinpl├Ątschernden Fl├╝ssen wurden reissende Str├Âme. Die Konsequenzen waren verheerend: Katastrophale ├ťberschwemmungen verwandelten beschauliche, friedliche Flu├člandschaften in Horrorgebiete der Zerst├Ârung. Die Schreckensbilanz dieser ├ťberflutungen hinterlie├č 130 zerst├Ârte D├Ârfer und St├Ądte, und ├╝ber zwanzig Menschen fanden den Tod. Die am schlimmsten heimgesuchten Gebiete waren: Mehedinti, Alsa, Arad, Bihor, Clug, Huheorare und Graiova. 1670 H├Ąuser wurden ├╝berflutet und mehr als 3500 Geh├Âfte und landwirtschaftliche Anwesen, sowie 97 H├Ąuser total zerst├Ârt, des weiteren ├╝ber 30 Fabrikgel├Ąnde. Tausende von ha Agrarland wurden verw├╝stet.

Das riesige Ausma├č der Zerst├Ârung wird noch deutlicher, wenn man wei├č, da├č┬á├╝ber 1120 km Landstra├čen und ca. 70 km Hauptverkehrsstra├čen, mehr als 400 km Forststra├čen und ├╝ber 280 Br├╝cken diesen verheerenden ├ťberschwemmungen zum Opfer fielen. Die Umwelt weist au├čerdem die Zerst├Ârung von Tausenden von Forst-Pflanzungen und Baumschulen auf. Die Infrastruktur erlitt enorme Sch├Ąden, denn Gas- und Elektrizit├Ąts-Versorgungsstationen wurden zerst├Ârt, sowie Schienenwege, und die f├╝r die Trinkwasserversorgung wichtigen hydro-technischen Anlagen wurden von den Wassermassen hinweggeschwernmt. Nach Angaben des Umweltministeriums verloren ├╝ber 2000 Menschen ihre H├Ąuser und Unterk├╝nfte, soda├č diese obdachlos gewordenen ├ťberschwemmungsopfer der besonderen F├╝rsorge bed├╝rfen. Denn bis heute konnten vor allem die total zerst├Ârten Anwesen, H├Âfe und H├Ąuser aus Geld- und Materialmangel nicht wieder aufgebaut werden.

Die nachhaltigen bleibenden Sch├Ąden sind deshalb ├Ąu├čerst schwerwiegend und ohne Hilfe aus dem Westen Europas nicht zu beheben. Die vom Staat zugesagte Unterst├╝tzung f├╝r die ├ťberschwemmungsopfer blieb aus, Die Betroffenen sind damit in ihrer einschneidenden Notlage alleingelassen. Der IH hat 1998 und 1999 mit Hilfsg├╝tern in betr├Ąchtlichem Umfang ├ťberschwemmungsopfern der Regionen Sibiu und Uranceo wirkungsvoll zu helfen vermocht.