Die Verwendung der IH-Spendenmittel im Rechnungsjahr 2010

Die Jahresrechnung des Internationalen Hilfsfonds zum 31. Dezember 2010 wurde von einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international angesehenen KPMG (Köln), überprüft, deren uneingeschränktes Testat wir hier wiedergeben. Die Verwendung der Mittel wird in untenstehendem Schaubild veröffentlicht.



IH-Hilfsprojekte 2010
  • Zimbabwe:
    • Kinderpatenschafts- und Schulförderungsprogramme für arme Familien in isolierten ländlichen Zonen der Region Chikombedzi.
    • Maßnahmen der Eindämmung der fortschreitenden Erosion, Anpflanzungen von Obst- und Olivenbäumen, Errichtung von Bewässerungsanlagen für Agrarflächen und Bäume, sowie Anlegen von Dämmen zum Schutz gegen Hochwasser; Bau einer Trinkwasserversorgung.
    • Verbringung von Hilfsgütern aus Deutschland zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs und Hilfe für die Ärmsten mit Kleidung und Nahrungsmitteln.
    • Unterhaltung eines Zentrums für AIDS-Waisen und deren Versorgung. Weiterführung des IH-Hilfsprojekts „Lirhanzo“ (= Hoffnung), ergänzt durch einen eigenen Kindergarten mit Vorschule, sowie einer Grundschule.
    • Kontinuierliche Unterstützung des Bezirkskrankenhauses in Chikombedzi mit medizinischen Hilfsmitteln und medizinisch-technischen Geräten.
  • Nachfolgestaaten der UdSSR:
    • Aktive Armenhilfe, Sofort- und Nothilfeprogramme für Kranken- und Waisenhäuser, Kinder- und Altenhilfe in Weißrußland, der Ukraine, Lettland und Georgien mittels Versendung von Hilfsgütern im Wert von 801.258,-- Euro.
    • Unterstützende Maßnahmen für die Integration jüdischer Minderheiten in Weißrußland.
    • Hilfsprojekte für Körperbehinderte und Behindertensportler in Minsk (Weißrußland).
    • Kontinuierliche Hilfe für Tschernobyl-Opfer in Kiew (Ukraine) und in den Regionen Minsk, Berezino, Mogilev und Gomel (Weißrußland).
    • Unterstützung von Altenheimen, Waisenhäusern und Schulen in Riga (Lettland) durch Hilfsgütertransporte.
    • Vorbereitung von Kooperationen zwischen ost- und westeuropäischen Universitäten im Sinne des Gedankes der Völkerverständigung.
    • Entwicklung von Methoden der angewandten Forschung zur Bekämpfung radioaktiver Kontaminierung, speziell Plutonium- und Uranium-verseuchter Böden zur Anwendung in ökologisch stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten Asiens, in Kasachstan, Kirgistan und Rußland, deren Bevölkerung, Tier- und Umwelt unter den Auswirkungen von Atombombentests der Sowjet-Armee bis in die Gegenwart hinein leidet.
    • Methoden für das Virus-Monitoring im Trinkwasser als Präventiv-Maßnahme zur Verhinderung von Epidemien und Ansteckungskrankheiten, die durch das Trinkwasser verbreitet werden. An der Umsetzung dieser Methoden besteht Interesse in Kirgistan und Usbekistan (Zentralasien), aber auch in Entwicklungsländern Afrikas und den Inselstaaten im Pazifik.
    • Modernisierung der Labortechnik und Ausbildungsmaßnahmen für Labor-Mediziner und Biologen zur Verbesserung der Diagnose von Krankheiten, die durch Parasiten hervorgerufen werden. Ziel dieses Technologie-Transfers ist eine höhere Treffsicherheit bei der Erkennung von Darmerkrankungen, Lungenentzündungen, Magengeschwüren, etc. bis hin zu Herz-, Augen- und Hautleiden.
  • Auf den Philippinen widmet sich der IH Kindern mit ihren Familien aus den Slums Manilas in Kooperation mit der einheimischen Hilfsorganisation Haligi NG Bata.
  • In Indien fördert der IH die Integration von behinderten Kindern aus armen Familien durch die Ermöglichung des gemeinsamen Schulbesuchs mit nicht-behinderten Kindern. Außerdem erhalten die behinderten Kinder ständige medizinische Betreuung durch Fachärzte in hierfür eigens eingerichteten Rehabilitationszentren.
  • „Awareness-creation“ (Bewußtmachung) der Folgen des Klimawandels und den dadurch verursachten Anstieg des Meeresspiegels für die in ihrer Existenz bedrohten Inselstaaten im Pazifik, wie Tuvalu, Nauru und Kiribati, mittels Sensibilisierungsmaßnahmen gegenüber wichtigen Entscheidungsträgern im Europa-Parlament durch das International Liaison Office des IH in Brüssel (Belgien).
  • Katastrophen-Hilfe für Erdbebenopfer der Region Kovancilar in Ostanatolien (Türkei).
Gesamtsumme: EURO 1.524.832,--


Wie setzt der IH die ihm anvertrauten Spendenmittel ein?

Liebe IH-Freunde,

als oberstes Gebot gegenüber seinen Spendern gilt dem Internationalen Hilfsfonds stets Transparenz. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt der IH, zusätzlich zu seinen monatlichen Projekt-Berichten in den IHNachrichten, jedes Jahr Aufschluß über die Verwendung der IH-Spendenmittel des Vorjahres. Auf diese Weise informiert der IH alle an seiner Arbeit Interessierten ausführlich über die wichtigsten Aktivitäten in den jeweiligen Hilfsempfänger-Ländern.

Verwendung der Spendemittel:

Wie alle Jahre seit 1990, so hat der Internationale Hilfsfonds auch für das Berichtsjahr 2010 wieder von einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international angesehenen KPMG (Köln), das uneingeschränkte Testat unabhängiger Wirtschaftsprüfer erhalten. Die Prüfung umfaßt die Beurteilung angewandter Grundsätze ordnungsgemäßer Rechnungslegung, sowie einer korrekten Buchführung.

Der IH brachte im Jahre 2010 über 82 % seiner Spendenmittel in die Projekte ein. Dieses Ergebnis kann sich im Vergleich zu anderen Hilfsorganisationen sehen lassen! Wie bereits in den Vorjahren, so war es im vergangenen Jahr wieder unser Ziel, die Kosten auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten: Die Verwaltungskosten konnten 2010 auf nur 8 % gesenkt werden. Ein solch niedriger Verwaltungskostensatz zeichnet den Internationalen Hilfsfonds im Vergleich zu seinen Mitbewerbern aus.

Wie schon im Vorjahr, so lagen die Mittelbeschaffungskosten mit 8 % erneut auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies ist deshalb erwähnenswert, weil der Internationale Hilfsfonds e.V. – im Gegensatz zu allen deutschen Hilfsorganisationen vergleichbarer Größe, die ausnahmslos beträchtliche Spendenbeträge für Reklame ausgeben – seit mehr als 10 Jahren kein Geld für Werbung eingesetzt hat. Unter Zugrundelegung dieser Tatsache ist der Kostenaufwand im Verhältnis zur erbrachten Leistung äußerst niedrig.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Information liegt der Aufwand mit 2 % weiterhin äußerst niedrig, wie schon die Jahre zuvor. Daraus geht hervor, daß der Internationale Hilfsfonds auch im Rechnungsjahr 2010 sorgsam und verantwortungsbewußt mit den ihm anvertrauten Spendenmitteln umgegangen ist. Wir bleiben somit unserem Grundsatz treu, daß die Verpflichtung gegenüber den Hilfsbedürftigen stets Vorrang haben muß. Mit dieser Auffassung geht auch die Mehrheit unserer Spender konform; und darin dürfte sicherlich auch das Vertrauen begründet sein, das sich der Internationale Hilfsfonds bei seinen Gönnern erworben hat.

Abgesehen von einem verhältnismäßig geringen Teil, kommen die Spenden des IH fast ausschließlich aus privater Hand, was dem IH zu einer uneingeschränkten Unabhängigkeit verhilft, die gerade in heutigen Krisenzeiten von unschätzbarem Wert ist. Dies erlaubt dem Internationalen Hilfsfonds von der Projektauswahl, bis hin zum Einsatz seiner Spendenmittel eine politisch neutrale Position einzunehmen, was dem IH die Möglichkeit gibt, der Effizienz in der Projektarbeit Priorität einzuräumen. Und deshalb vermag der Internationale Hilfsfonds die ihm anvertrauten Spenden, frei von politischen Zwängen, direkt für Hilfsprojekte zugunsten der Bedürftigen im Ausland einzusetzen.

Weißrußland: Eine Pädagogin widmet sich einem schwerst-lernbehinderten Kind, das aufgrund seiner Körperbehinderung auf einen Rollstuhl angewiesen ist.


Hilfsprojekte des IH:

Es ist der besseren Übersicht dienlich, darauf hinzuweisen, daß die IH-Sofort- und Nothilfe- Programme für Kranken- und Waisenhäuser, Kinder- und Altenheime in Osteuropa und den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion von 1990 bis Ende 2010 ein Volumen von über 6970 Tonnen erreicht und inzwischen die Wertgrenze von 42,9 Mio. Euro überschritten hat. Diese Leistung hat der IH ohne staatliche Zuschüsse erbracht.

Für die Spender ist die Frage "Kommt meine Spende an? Erreicht die Hilfe die Waisenkinder, die Bedürftigen, die Kranken, Armen, Notleidenden und Benachteiligten?" Ausgerechnet zu diesen, für die Spender interessantesten Fragen, werden in Deutschland bezeichnenderweise von keiner Auskunftsstelle zuverlässige Informationen angeboten. Ein ebenso illustres, aber leider auch skandalöses Beispiel um zurückgehaltene Spenden in Millionenhöhe hat hierzu das verheerenden Erdbeben in Haiti gegeben: Die von Regierungen, internationalen Organisationen, sowie von privaten Gebern zur Verfügung gestellten immensen Finanzmittel, die mehrere Milliarden Euro betrugen, kamen sogar bis heute nur zu einem verhältnismäßig geringen Prozentsatz den Hilfsbedürftigen zugute, wie Recherchen aufmerksamer TV-Reporter aus den USA, Europa und Asien ergaben.

Georgien: Tristan Chikobawa stammt aus Zugdidi und war Jurist. Im Bürgerkrieg verlor er 1992 beide Beine und war seitdem zu einem tristen Leben in seinem Zimmer verdammt, das er erst jetzt, seit er einen Rollstuhl besitzt, verlassen kann. Rechts von ihm ist Lali Gogonishvili zu sehen, die sich als Übungsleiterin mit großem Engagement um die Behinderten kümmert.
Angesichts dieser Problematik gewinnt die Transparenz im Spendenwesen noch mehr an Bedeutung. Hier trennt sich im Wettbewerb der Hilfsorganisationen jedoch die Spreu vom Weizen: Der Internationale Hilfsfonds kommt seiner Verpflichtung zur Transparenz durch die allen Spendern monatlich zugehenden Projektberichte in den IH-Nachrichten nach und erfüllt damit seine Aufgabe, regelmäßig und detailliert über den Einsatz der ihm anvertrauten Spenden in gewissenhafter Regelmäßigkeit zu berichten. Von größter Wichtigkeit für die Spender ist, zu wissen: In den jeweiligen Hilfsempfängerländern kümmern sich einheimische IH-Mitarbeiter persönlich darum, daß die Hilfe aus Deutschland – dies gilt selbst in den entferntesten Ländern – bei den Bedürftigen sicher ankommt.

In Weißrußland hält der IH, wie schon in den Jahren zuvor, weiterhin seine Hilfe für die unschuldigen Tschernobyl-Opfer aufrecht, die nach wie vor die wichtigste Zielgruppe für Hilfsleistungen des IH in Belarus darstellen. Darüberhinaus unterstützt der IH Selbsthilfe- Initiativen für Körperbehinderte, die ihr schweres Schicksal mit sportlichen Aktivitäten zu meistern versuchen, die mit modernen Rehabilitationsmethoden auf jedes Individuum abgestimmt sind. Die IH-Hilfsgütersendungen für die Notleidenden in Belarus erreichten seit 1991 bis zum Ende 2010 einen Wert von 8,4 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1530 Tonnen.

Da wir es als unsere Aufgabe ansehen, auch jüdische Minderheiten im Osten Europas zu unterstützen, hat der Internationale Hilfsfonds, wie schon in den Jahren davor, dieser ethnischen Minderheit humanitäre Hilfe zukommen lassen. Hier gilt unser Augenmerk insbesondere Kindern mit multiplen Lernbehinderungen. Der IH arbeitet hierbei in Kooperation mit der Hilfsorganisation East European Jewish Heritage Project, unter Leitung von Franklin Swartz zusammen. Dank einer neuen medizinischen Behandlungsmethodik ist es möglich geworden, sogar unter Beeinträchtigungen der Gehirntätigkeit Leidenden soweit zu helfen, daß in den meisten Fällen die Einweisung in Heime und geschlossene Anstalten vermieden werden kann. Der IH verfolgt das Ziel, in gemeinsamer Projektarbeit auch lernbehinderten Kindern in weiteren Nachfolgestaaten der UdSSR entsprechende Programme anzubieten.

IH-Patenschaftprojekt auf den Philippinen: Schulkinder erhalten Hefte, Schreibsachen und Lehrbücher.
Im Jahre 2010 war Georgien wiederum Hauptempfängerland der IH-Armenhilfe, da dort viele Menschen unterhalb des Existenzminimums leben müssen. Insgesamt bezifferte sich die Unterstützung des IH für Georgien seit 1991 bis Ende 2010 auf einen Hilfsgüter- Gesamtwert von über 9,6 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1350 Tonnen.

Dank großzügiger Unterstützung durch deutsche Paten-Eltern ist es dem Internationalen Hilfsfonds vergönnt, auf den Philippinen in Kooperation mit der dort ansässigen Hilfsorganisation Haligi NG Bata ein Hilfsprojekt für Kinder aus den Slums Manilas aufrecht zu erhalten. Es bietet Kindern aus ärmsten Familienverhältnissen die Möglichkeit des regelmässigen Schulbesuchs. Darüberhinaus ist für eine kontinuierliche medizinische und zahnärztliche Betreuung sowohl der Kinder, wie ihrer Familienangehörigen, gesorgt.

In Indien unterstützt der IH mit einem weiteren Patenschaftsprojekt eine wertvolle Selbsthilfe- Initiative von Frau Dr. Uma Tuli. Die von ihr im Jahre 1981 ins Leben gerufene Stiftung Amar Jyoti, mit der sie Schulen und Ausbildungsstätten für Behinderte in Neu-Delhi und Gwalior geschaffen hat, umfaßt außerdem Rehabilitationszentren, in denen Behinderten kontinuierliche medizinische Behandlung zuteil wird. Die Tatsache, daß die Zahl der Behinderten, die von diesen Einrichtungen profitieren, stark anstieg, beweist eindrucksvoll, daß das der Sozialfürsorgearbeit zugrunde gelegte Konzept von Frau Dr. Uma Tuli realitäts- und bedarfsnah angelegt ist. Der IH unterstützt ihr Projekt seit mehr als 17 Jahren.

Philippinen: Wie beengt das Wohnen in den Slums Manilas ist, zeigt dieses Photo auf eindrucksvolle Weise.
Das Zusammenführen behinderter mit nicht-behinderten Schulkindern ist eine ebenso simple wie erfolgreiche Formel, um der traditionell auf Trennung ausgerichteten Schulform eine konstruktive Alternative gegenüberzustellen. Auf diese Weise wurde einer langwährenden Diskriminierung in Indien entgegengewirkt, womit gleichzeitig die Hoffnung auf das Ende der Isolation behinderter Schulkinder verbunden ist, welche durch das im Lande herrschende Kastenwesen während vieler Jahre zementiert worden war.

Die von Dr. Uma Tuli geschaffenen Amar Jyoti-Schulen wurden beispielgebend für die erfolgreiche Integration behinderter Kinder in die Welt der Nichtbehinderten. Letzteren wird durch ihren täglichen Kontakt zu Behinderten die Chance gegeben, durch täglich gelebte Toleranz die Nichtbeachtung unschuldig Benachteiligter zu überwinden und so aus der Behinderung ihrer Schulkameraden zu lernen, was Gleichberechtigung wirklich ausmacht.

Als weitere Betätigungsfelder des IH sind Wissenschafts- und Universitätskooperationen zu nennen, die gleichzeitig zu einer positiven Zusammenarbeit zwischen Ost und West im Sinne des Völkerverständigungs- Gedankens beitragen und den wichtigen Technologie- und Wissens- Transfer ermöglichen, dessen Ergebnisse auch den Nord-Süd-Dialog befruchten können.

Das International Liaison Office des IH in Brüssel bemüht sich, auf dem Gebiet der angewandten Forschung neuen, alternativen wissenschaftlichen Methoden, die Benachteiligten in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion, wie auch in Entwicklungsländern zugutekommen sollen, zum Durchbruch zu verhelfen, was der IH in verschiedenen Projekten bereits demonstriert hat. Die Anwendung neuer Methoden ist z.B. für das Virus-Monitoring realisierbar, das zur Eindämmung von Epidemien und Ansteckungskrankheiten aus dem Trinkwasser beitragen kann. Mit diesem Konzept strebt der IH an, die Trinkwasserversorgung qualitativ zu verbessern und damit gleichzeitig die beklagenswerten Hygieneverhältnisse ärmster Bevölkerungsschichten. Hierzu bedarf es oftmals langwieriger Überzeugungsarbeit, bis ein solches Projekt zum Tragen kommen kann.

Philippinen: Ein Schulbub beim Dental-Check, der von HBI für die IH-Patenkinder regelmäßig organisiert wird.

In vielen Entwicklungsländern besteht die Notwendigkeit, die Diagnostik von Krankheiten, die auf Parasiten zurückgehen, auf den neuesten internationalen Standard zu bringen. Hierzu ist die Anhebung der Qualität im Bereich der Labortechnik erforderlich, um damit die Treffsicherheit der Diagnose bei der Erkennung von Krankheiten zu erhöhen.

Zimbabwe: IH-Projektleiterin Ezelle Schimper trägt besondere Sorge für die Kleinsten und stellt für die Waisen-Betreuung nebst Baby-Nährmitteln auch die entsprechenden Fläschchen zur Verfügung.
Der IH ist bestrebt, in enger Zusammenarbeit mit besonders qualifizierten medizinischen Instituten verschiedener Universitäten Ausbildungsprogramme zu entwickeln, die den Belangen solcher Länder gerecht werden, deren Labortechnik noch nicht das wünschenswerte internationale Niveau erreicht hat. Durch praxisnahe Ausbildungsmaßnahmen will der IH dazu beitragen, daß die in vielen Ländern vernachlässigte Labortechnik durch adäquates Training der Mediziner und deren Mitarbeiter verbessert werden kann.

In der Region Chikombedzi, im Süden Zimbabwes beweist der IH, daß sogar in den stark erosionsgeschädigten Trockengebieten und Halbwüsten nachhaltige Entwicklung möglich ist. In gemeinsamer Arbeit mit den in großer Armut lebenden Bauern wurden in den vergangenen Jahren, unter schwierigsten Bedingungen, mehr als 3000 Bäume gepflanzt; darunter ein großer Anteil von Olivenbäumen und neuer Sorten von Obstbäumen, die in diesem Gebiet bislang unbekannt waren. Der IH leistete auch hier wichtige Pionierarbeit und bedient sich dabei alternativer Anpflanzungsmethoden, die schon zuvor in IHÖko- Projekten in extrem regenarmen Zonen, wie der Inneren Mongolei (Volksrepublik China), in Kirgistan und in Tadschikistan, sowie im niederschlagsarmen Zypern überraschend positive Resultate gezeitigt haben.

Zimbabwe: Die Schüler der Chanienga-Grundschule sind glücklich über die neuen Schulmöbel. So macht das Lernen richtig Spaß!
Zimbabwe: Der Einsatz moderner Lehrmittel und die Anwendung neuester Lehrmethoden wirken sich schon im Vorschulalter positiv aus!





Mit dem Anpflanzen vom Bäumen kann, wie der IH in der Region Chikombedzi eindrucksvoll bewiesen hat, die Selbstversorgung der dort lebenden armen Bauern nachhaltig verbessert werden, was beweist, wie nutzbringend Hilfe zur Selbsthilfe umsetzbar ist. Der gleichzeitig vermittelte Wissenstransfer bietet den Bauern die Möglichkeit, später ohne fremde Hilfe Obstbäume zu pflanzen und so ihr mageres Einkommen zu verbessern.

Das IH-Patenschafts- und Schulförderungsprojekt in der Region Chikombedzi umfaßt Maßnahmen zur Eindämmung fortschreitender Erosion, wie z.B. Anpflanzungen von Obstbäumen und die Errichtung von Bewässerungsanlagen. Außerdem wurden Dämme zum Schutz gegen Hochwasser errichtet und eine funktionierende Trinkwasserversorgung geschaffen. Durch das Verbringen von Hilfsgütern aus Deutschland tragen wir zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs bei. Hinzu kommt die Hilfe für die Ärmsten mit Kleidung und Nahrungsmitteln.

Der Internationale Hilfsfonds hat mit seinem IH-Hilfsprojekt „Lirhanzo“ das allererste Sozialfürsorge-Zentrum für Aids-Waisen im Süden Zimbabwes geschaffen und jährlich weiter ausgebaut. In der Region Chikombedzi wurde damit die Versorgung von AIDS-Waisen auf beispielhafte Weise sichergestellt und dient der Regierung als Pilotprojekt für weitere Regionen Zimbabwes. Darüberhinaus sorgt der IH für die kontinuierliche Unterstützung des Bezirkskrankenhauses in Chikombedzi mit medizinischen Hilfsmitteln des täglichen Bedarfs bis hin zu medizinisch-technischen Geräten.

Tuvalu: Wie lange halten die Atolle Tuvalus noch den Folgen unserer Umweltsünden stand?

Tuvalu: Die Schalen der Kokosnüsse dienen als Brennmaterial für die Öfen, auf denen die Speisen erwärmt werden.
Auf Seite 2 ist der gesamte Fächer der vom Internationalen Hilfsfonds geleisteten humanitären Hilfe in einer Gesamtübersicht dargestellt, die auch unsere Schulförderungs- und Patenschaftsprojekte miteinschließt, die von Zimbabwe über Indien, bis auf die Philippinen reichen.

Für Ihre Treue und wertvolle Unterstützung und Großzügigkeit, mit der Sie es uns ermöglichen, fernab von Deutschland, den Ärmsten wirksam zu helfen, darf ich mich bei Ihnen, werte IH-Gönner, sehr herzlich bedanken.


Ihr
Prof. Dr. Karl H. Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.