Die Verwendung der IH-Spendenmittel im Rechnungsjahr 2009

Die Jahresrechnung des Internationalen Hilfsfonds zum 31. Dezember 2009 wurde von einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international angesehenen KPMG (Köln), überprüft, deren uneingeschränktes Testat wir hier wiedergeben. Die Verwendung der Mittel wird in untenstehendem Schaubild veröffentlicht.




IH-Hilfsprojekte 2009
  • In Afrika (Zimbabwe):
    • Kinderpatenschafts- und Schulförderungsprogramme für arme Familien in isolierten ländlichen Zonen der Region Chikombedzi.
    • Maßnahmen der Eindämmung der fortschreitenden Erosion, Anpflanzungen von Obst- und Olivenbäumen, Errichtung von Bewässerungsanlagen und Dämmen zum Schutz gegen Hochwasser; Trinkwasserversorgung.
    • Verbringung von Hilfsgütern aus Deutschland zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs und Hilfe für die Ärmsten mit Kleidung und Nahrungsmitteln.
    • Unterhaltung einer Einrichtung für AIDS-Waisen und deren Versorgung durch das IH-Hilfsprojekt „Lirhanzo“, sowie kontinuierliche Unterstützung des Bezirkskrankenhauses in Chikombedzi mit medizinischen Hilfsmitteln des täglichen Bedarfs bis hin zu medizinisch-technischen Geräten.
  • In Asien:
    • Auf den Philippinen widmet sich der IH Kindern mit ihren Familien aus den Slums Manilas in Kooperation mit der einheimischen Hilfsorganisation Haligi NG Bata.
    • In Indien fördert der IH die Integration von behinderten Kindern aus armen Familien durch die Ermöglichung des gemeinsamen Schulbesuchs mit nicht-behinderten Kindern. Außerdem erhalten die behinderten Kinder ständige medizinische Betreuung durch Fachärzte in hierfür eigens eingerichteten Rehabilitationszentren.
  • Aktive Armenhilfe, Sofort- und Nothilfeprogramme für Kranken- und Waisenhäuser, Kinder- und Altenhilfe in Rußland, Weißrußland und Georgien mittels Versendung von Hilfsgütern im Wert von 1.105.345,-- Euro.
  • Unterstützende Maßnahmen für die Integration jüdischer Minderheiten in Weißrußland.
  • Hilfsprojekte für Körperbehinderte und Behindertensportler in Minsk (Weißrußland). Kontinuierliche Hilfe für Tschernobyl-Opfer in folgenden Regionen Weißrußlands: Minsk, Berezino und Mogilev.
  • Unterstützung von Körperbehinderten in der Region Ukmerge in Litauen, vor allem durch Hospital-Ausstattung, Rollstühle, Nahrungsmittel, sowie Baumaterial zur Hospital-Renovierung.
  • Vorbereitung von Kooperationen zwischen ost- und westeuropäischen Universitäten im Sinne des Gedankes der Völkerverständigung.
  • Entwicklung von Methoden zur Bekämpfung radioaktiver Kontaminierung, speziell Plutonium- und Uranium-verseuchter Böden zur Anwendung in ökologisch stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten Asiens, in Kasachstan, Kirgistan und Rußland, deren Bevölkerung, Tier- und Umwelt unter den Auswirkungen von Atombombentests der Sowjet-Armee nach wie vor leidet.
  • Methoden für das Virus-Monitoring im Trinkwasser als Präventiv-Maßnahme zur Verhinderung von Epidemien und Ansteckungskrankheiten, die durch das Trinkwasser verbreitet werden. Die Umsetzung dieser Methoden ist in Zentralasien, speziell in Kirgistan und Usbekistan in Diskussion, aber auch in anderen Entwicklungsländern, insbesondere in Afrika und den Inselnstaaten des pazifischen Raums, von Interesse.
  • Modernisierung der Labortechnik zur Verbesserung der Diagnose von Krankheiten,
    die durch Parasiten hervorgerufen werden. Ziel dieses Technologie-Transfers ist eine höhere Treffsicherheit bei der Erkennung von Darmerkrankungen, Lungenentzündungen, Magengeschwüren, etc. bis hin zu Herz-, Augen- und Hautleiden.
  • Förderung der „awareness-creation“ (Bewußtmachung) von den Folgen des Klimawandels durch das Ansteigen des Meeresspiegels in ihrer Existenz bedrohten Inselstaaten im Pazifik, wie Tuvalu, Nauru und Kiribati, mittels Sensibilisierungsmaßnahmen gegenüber wichtigen Entscheidungsträgern im Europa-Parlament durch das International Liaison Office des IH in Brüssel (Belgien).
Gesamtsumme: EURO 1.710.010,--
Wie setzt der IH die ihm anvertrauten Spendenmittel ein?
Georgien: Als Lela das Waisenkind Ketevan adoptierte, wußte sie von dessen Behinderung noch nichts. Trotzdem sorgt sie seit 20 Jahren nach wie vor aufopferungsvoll für das Mädchen und war für den Rollstuhl des IH sehr dankbar.

Liebe IH-Freunde,

seinen Spendern gegenüber gilt dem Internationalen Hilfsfonds Transparenz stets als oberstes Gebot. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt der IH jedes Jahr, zusätzlich zu seinen monatlichen Projekt-Berichten in den IH-Nachrichten zusammenfassende Übersichten Aufschluß über die Verwendung der IH-Spendenmittel des Vorjahres. Auf diese Weise informiert der IH alle an seiner Arbeit Interessierten ausführlich über die wichtigsten Aktivitäten in den jeweiligen Hilfsempfänger-Ländern

Seit 1990 hat der Internationale Hilfsfonds in jedem Jahr, wie für das Berichtsjahr 2009 wieder, von einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international angesehenen KPMG (Köln) das uneingeschränkte Testat unabhängiger Wirtschaftsprüfer erhalten. Die Prüfung umfaßt einerseits die Beurteilung der angewandten Grundsätze ordnungsgemäßer Rechnungslegung, nebst einer korrekten Buchführung.

Wenn der IH im Jahre 2009 über 80 % seiner Spendenmittel in die Projekte einbrachte, so ist das ein Ergebnis, welches von den meisten unserer Konkurrenten nicht erreicht wird. Wie bereits in den Vorjahren, so war es im vergangenen Jahr wieder unser Ziel, die Kosten auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten: Betrugen die Verwaltungskosten nur 9 %, so zeichnet dieser niedrige Verwaltungskostensatz den Internationalen Hilfsfonds im Vergleich zu seinen Mitbewerbern aus.

Die Mittelbeschaffungskosten lagen mit 8 % erneut auf einem sehr niedrigen Niveau. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man weiß, daß der Internationale Hilfsfonds e.V. – im Gegensatz zu allen deutschen Hilfsorganisationen vergleichbarer Größenordnung, die ohne Ausnahme zumeist beträchtliche Spendenbeträge für Reklame ausgeben – seit mehr als 10 Jahren kein Geld für Werbung ausgegeben hat. Unter Zugrundelegung dieser Tatsache ist der Kostenaufwand, ins Verhältnis gesetzt zur erbrachten Leistung, als äußerst niedrig anzusehen.

Georgien: Flüchtlingskinder zeigen sich für die Hilfe des IH sehr dankbar!
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Information liegt der Aufwand mit 3 % äußerst niedrig, wie schon die Jahre zuvor. Damit ist der Nachweis erbracht, daß der Internationale Hilfsfonds auch im Rechnungsjahr 2009 sorgsam und verantwortungsbewußt mit den ihm anvertrauten Spendenmitteln umgegangen ist.

Der Internationale Hilfsfonds bleibt somit seinem Grundsatz treu, daß die Verpflichtung gegenüber den Hilfsbedürftigen stets Vorrang haben muß. Mit dieser Einstellung gehen auch unsere Spender konform; und darin ist sicherlich das Vertrauen begründet, das sich der Internationale Hilfsfonds bei seinen Gönnern erwerben konnte.

Die Spenden des IH kommen, abgesehen von einem verhältnismäßig geringen Teil, fast ausschließlich von Privatspendern. Dies verhilft dem IH zu einer uneingeschränkten Unabhängigkeit, die gerade in heutigen Krisenzeiten so bedeutsam ist. Sowohl bei der Projektauswahl, bis hin zum Einsatz seiner Spendenmittel, kann der Internationale Hilfsfonds eine politisch neutrale Position einnehmen, was der Effizienz der Projektarbeit ebenfalls zugute kommt. Und deshalb vermag der Internationale Hilfsfonds die ihm anvertrauten Spenden direkt für Hilfsprojekte – frei von politischen Zwängen – zugunsten Notleidender im Ausland einsetzen.

Es darf hervorgehoben werden, daß die IH-Sofort- und Nothilfe-Programme für Kranken- und Waisenhäuser, Kinder- und Altenheime in Osteuropa und den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion von 1990 bis Ende 2009 ein Volumen von über 6800 Tonnen erreicht und inzwischen die Wertgrenze von 41,9 Mio. Euro überschritten hat. Diese Leistung hat der IH ohne staatliche Zuschüsse erbracht.

Für die Spender stehen folgende wichtige Fragen im Vordergrund: „Kommt meine Spende an? Erreicht die Hilfe die Waisenkinder, die Bedürftigen, die Kranken, Armen, Notleidenden und Benachteiligten?“ Gerade zu diesen, für die Spender interessantesten Fragen, werden in Deutschland bezeichnenderweise von keiner Auskunftsstelle zuverlässige Informationen angeboten, wie die skandalösen Vorkommnisse um zurückgehaltene Spenden in Millionenhöhe bei der Tsunami-Katastrophe und jüngst wieder bei dem verheerenden Erdbeben in Haiti zeigten.

Just bei diesen Fragen trennt sich im Wettbewerb der Hilfsorganisationen jedoch die Spreu vom Weizen: Der Internationale Hilfsfonds erfüllt seine Aufgabe, regelmäßig und detailliert über den Einsatz der ihm anvertrauten Spenden zu berichten, in gewissenhafter Regelmäßigkeit. Dies wissen Sie, werte Spender, aus den Ihnen monatlich zugehenden Projektberichten der IH-Nachrichten. In den jeweiligen Hilfsempfängerländern kümmern sich einheimische IH-Mitarbeiter persönlich darum, daß die Hilfe aus Deutschland – dies gilt selbst in den entferntesten Ländern – bei den Bedürftigen sicher ankommt.

In Weißrußland hält der IH, wie schon in den Jahren zuvor, weiterhin seine Hilfe für die unschuldigen Tschernobyl-Opfer aufrecht, die nach wie vor die wichtigste Zielgruppe für Hilfsleistungen des IH in Belarus darstellen. Darüberhinaus unterstützt der IH Selbsthilfe-Initiativen für Körperbehinderte, die ihr schweres Schicksal mit sportlichen Aktivitäten, die mit modernen Rehabilitationsmethoden auf jedes Individuum abgestimmt sind, zu meistern versuchen. Die IH Hilfsgütersendungen für die Notleidenden in Belarus erreichten bis zum Ende 2009 einen Wert von 8,2 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1500 Tonnen.

Da wir es als unsere Aufgabe ansehen, auch jüdische Minderheiten im Osten Europas zu unterstützen, hat der Internationale Hilfsfonds, wie schon in den Jahren davor, dieser Minderheit humanitäre Hilfe zukommen lassen. Im letzten Jahr galt unser Augenmerk insbesondere Kindern mit multiplen Lernbehinderungen. Der IH arbeitet hierbei in Kooperation mit der Hilfsorganisation East European Jewish Heritage Project, unter Leitung von Franklin Swartz zusammen. Dank einer neuen medizinischen Behandlungsmethodik ist es möglich geworden, sogar unter Beeinträchtigungen der Gehirntätigkeit Leidenden soweit zu helfen, daß in den meisten Fällen die Einweisung in Heime und geschlossene Anstalten vermieden werden kann. Der IH verfolgt das Ziel, in gemeinsamer Projektarbeit auch lernbehinderten Kindern in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR Hilfe anzubieten.

Im Jahre 2009 war Georgien wiederum Hauptempfängerland der IH-Armenhilfe, da dort viele Menschen unterhalb des Existenzminimums leben müssen. Insgesamt bezifferte sich die Unterstützung des IH für Georgien seit 1991 bis Ende 2009 auf einen Hilfsgüter-Gesamtwert von über 9,1 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1300 Tonnen.

Dank der großzügigen Unterstützung deutscher Paten-Eltern ist es dem Internationalen Hilfsfonds vergönnt, auf den Philippinen in Kooperation mit der dort ansässigen Hilfsorganisation Haligi NG Bata ein Hilfsprojekt für Kinder aus den Slums Manilas zu unterhalten. Es bietet Kindern aus ärmsten Familienverhältnissen die Möglichkeit eines regelmäßigen Schulbesuchs. Darüberhinaus ist für eine kontinuierliche medizinische und zahnärztliche Betreuung nicht nur der Kinder, sondern ebenso ihrer Familienangehörigen gesorgt.
Die IH-Partner-Organisaton Haligi NG Bata hat sofort die Initiative ergriffen und Nahrungsmittel an Überlebende des Taifuns verteilt.
Zimbabwe: Frau Prof. Dr. E. Theocharous führt eine komplizierte, mehrstündige Operation eines Kindes durch, die den einheimischen Ärzten nicht möglich ist.
In Indien unterstützt der IH mit einem weiteren Patenschaftsprojekt eine wertvolle Selbsthilfe-Initiative von Frau Dr. Uma Tuli. Die im Jahre 1981 von ihr ins Leben gerufene Stiftung Amar Jyoti, mit der sie Schulen und Ausbildungsstätten für Behinderte in Neu-Delhi und Gwalior geschaffen hat, umfaßt darüberhinaus auch Rehabilitationszentren, in denen die Behinderten kontinuierliche medizinische Behandlung erfahren. Die Tatsache, daß die Zahl der Behinderten, die von diesen Einrichtungen profitieren, sprunghaft gestiegen ist, beweist eindrucksvoll, daß das von Frau Dr. Uma Tuli ihrer Sozialfürsorgearbeit zugrunde gelegte Konzept realitäts- und bedarfsnah angelegt ist. Der IH unterstützt ihr Projekt seit mehr als 16 Jahren.

Das Zusammenführen behinderter mit nicht-behinderten Schulkindern ist eine verblüffend simple Formel, um dieser auf Trennung ausgerichteten Schulform entgegenzuwirken. Auf diese Weise wurde eine langwährende Diskriminierung in Indien aufgehoben, die gleichzeitig das Ende der Isolation der behinderten Schulkinder bedeutete.

Zimbabwe: viele Patienten leiden Hungers; da erweisen sich die Hilfsgütersendungen des IH als sehr willkommen! Diese Bäuerin, die beim Bäumepflanzen hilft, muß sich gleichzeitig um ihr Baby kümmern.

Die von Dr. Uma Tuli geschaffenen Amar Jyoti-Schulen wurden beispielgebend für eine erfolgreiche Integration behinderter Kinder in die Welt der Nichtbehinderten. Letzteren wird mittels täglicher Kontakte zu Behinderten die Chance gegeben, mit mehr Toleranz die Nichtbeachtung unschuldig Benachteiligter zu überwinden und so aus der Behinderung ihrer Schulkameraden zu lernen, was Gleichberechtigung wirklich ausmacht.

Im letzten Jahr führte das IH-Ärzte-Team in Chikombedzi, Zimbabwe, unter Leitung von Frau Prof. Dr. med. Eleni Theocharous, eine Reihe schwieriger Operationen, kostenlos für die armen Dorfbewohner durch. Die allesamt erfolgreich verlaufenen Operationen, die in den meisten Fällen mehrere Stunden dauerten, können von den einheimischen Chirurgen nicht vollzogen werden, da hierfür ein ganz spezifisches Fachwissen, verbunden mit den notwendigen modernen Operationstechniken, erforderlich ist.

Als weitere Betätigungsfelder des IH sind Wissenschafts- und Universitätskooperationen zu nennen, die den wichtigen Technologie- und Wissens-Transfer ermöglichen sollen und gleichzeitig zu einer aktiven, positiven Zusammenarbeit zwischen Ost und West im Sinne des Völkerverständigungs-Gedankens beitragen.

Taube und hörgeschädigte Kinder erlernen die Zeichensprache.
Indien: Die medizinischen Untersuchungen schließen auch die Kontrolle der Sehfähigkeit ein, um bei Sehstörungen umgehend helfend eingreifen zu können.
Das International Liaison Office des IH in Brüssel bemüht sich, auf dem Gebiet der angewandten Forschung neuen, alternativen wissenschaftlichen Methoden, die Benachteiligten in Entwicklungsländern, sowie den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Entwicklungsländern zugutekommen sollen, zum Durchbruch zu verhelfen. Hierbei handelt es sich u.a. um Methoden für das Virus-Monitoring, das zur Eindämmung von Epidemien und Ansteckungskrankheiten aus dem Trinkwasser beitragen kann. Mit diesem Konzept strebt der IH an, die Trinkwasserversorgung gesünder zu gestalten und gleichzeitig die Hygieneverhältnisse ärmster Bevölkerungsschichten nachhaltig zu verbessern.

In vielen Entwicklungsländern besteht die Notwendigkeit, die Diagnostik von Krankheiten, die auf Parasiten zurückgehen, auf den neuesten internationalen Standard zu bringen. Hierzu ist die Anhebung der Qualität im Bereich der Labortechnik erforderlich, um damit die Treffsicherheit der Diagnose bei der Erkennung von Krankheiten zu erhöhen.

Der IH ist bestrebt, in enger Zusammenarbeit mit besonders qualifizierten Medizinischen Instituten verschiedener Universitäten Ausbildungsprogramme zu entwickeln, die den Belangen solcher Länder gerecht werden, deren Labortechnik noch nicht das wünschenswerte internationale Niveau erreicht hat. Mit diesen praxisnahen Ausbildungsmaßnahmen will der IH dazu beitragen, daß die in vielen Ländern vernachlässigte Labortechnik durch adäquates Training verbessert werden kann.

In der Region Chikombedzi, im Süden Zimbabwes beweist der IH, daß sogar in den stark erosionsgeschädigten Trockengebieten und Halbwüsten nachhaltige Entwicklung möglich ist. In gemeinsamer Arbeit mit den in großer Armut lebenden Bauern, wurden unter schwierigsten Bedingungen, in den vergangenen Jahren mehr als 3000 Bäume gepflanzt; davon ein großer Anteil von Olivenbäumen und neuer Sorten von Obstbäumen, die in diesem Gebiet bislang unbekannt waren.

Hierbei bedient sich der IH alternativer Anpflanzungsmethoden, die schon zuvor in IH-Öko-Projekten in extrem regenarmen Zonen, wie der Inneren Mongolei (Volksrepublik China), in Kirgistan und in Tadschikistan, wie in einer Trockenzone im Anden-Gebiet der Region Mendoza (Argentinien), sowie im niederschlagsarmen Zypern überraschend positive Resultate gezeitigt haben.

Der Sozialfonds in Minsk bietet sowohl Kindern aus sozial schwachen Familien, ebenso wie an den Auswirkungen der Tschernobyl-Katastrophe leidenden Kindern Möglichkeiten zur Rehabilitierung. Der IH unterstützt den Fonds mit Sportgeräten, Kleidung und Spielzeug. Das stille Leiden unschuldiger Kinder setzt sich durch die vom Tschernobyl-Unfall verursachte radioaktive Verseuchung bis in die Gegenwart fort.

Das Anpflanzen vom Bäumen kann, wie der IH in der Region Chikombedzi eindrucksvoll bewiesen hat, die Selbstversorgung der dort lebenden armen Bauern nachhaltig verbessern helfen. Dadurch konnte das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe nutzbringend umgesetzt werden. Der gleichzeitig vermittelte Wissenstransfer bietet den Bauern die Möglichkeit, später aus eigener Initiative Obstbäume zu pflanzen und so ihr mageres Einkommen zu verbessern.

Mit dieser Hilfsmaßnahme erreicht der Internationale Hilfsfonds, daß der Know-how-Transfer von seiner Theorielastigkeit befreit wird, zumal die passenden Wege gefunden wurden, die arme Landbevölkerung der Region Chikombedzi zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zu bewegen.

Initiativen dieser Art haben außerdem den ökologisch wertvollen Nebeneffekt, daß durch das Bepflanzen mit Bäumen das stark erosionsgefährdete Halbwüstengebiet um Chikombedzi vor der voranschreitenden Verwüstung geschützt wird.

Weiter oben ist der gesamte Fächer der vom Internationalen Hilfsfonds geleisteten humanitären Hilfe in einer Gesamtübersicht dargestellt, die auch unsere Schulförderungs- und Patenschaftsprojekte miteinschließt. Sie reichen von Zimbabwe über Indien, bis auf die Philippinen.

Für Ihre Treue und wertvolle Unterstützung und Großzügigkeit, mit der Sie es uns ermöglichen, fernab von Deutschland, den Ärmsten wirksam zu helfen, darf ich mich bei jedem Einzelnen von Ihnen, werte IH-Gönner, sehr herzlich bedanken.

Ihr
Prof. Dr. Karl Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.

Von den Auswirkungen des Taifuns Ketsana im Bereich Bagong Silangan Betroffene bei ihren verzweifelten Versuchen, noch einige Habseligkeiten aus ihren Behausungen zu retten. Philippinen: Auch diese Slum-Bewohner Manilas kämpfen gegen die zerstörerischen Wasserfluten, um zu retten, was noch zu retten ist.