INHALT Nr. 11 November 2008

EDITORIAL

Saga Finanzkrise:
Die interessantesten Fragen
sind die, die nicht gestellt werden!

 

ZIMBABWE

    Die Landbevölkerung
    Chikombedzis ist dankbar
    für die zuverlässige Hilfe
    aus Deutschland!

     

WEISSRUSSLAND

    Der IH leistet wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe für das Altenheim in Dimitrovichi.

     

WEISSRUSSLAND

    Der IH unterstützt den Kindergarten No. 98
    von Mogilev!

 
Saga Finanzkrise: Die interessantesten Fragen sind die, die nicht gestellt werden!

Liebe IH-Freunde,

allzu früh haben die Globalisierungsfanatiker die totale Internationalisierung zur Heilslehre der Steuerung der Weltwirtschaft propagiert. Viele gingen sogar so weit, die Globalisierung als Instrument des Ausgleichs zwischen Arm und Reich und probates Mittel zur Armutsbekämpfung hochzustilisieren.

Wer sich kritisch mit dieser gefährlichen These auseinandergesetzt und davor gewarnt hat, daß diese Globalisierungslehre nur den Mächtigen dieser Welt dazu dient,über ihre exorbitante Kapitalmacht die Weltwirtschaft zu kontrollieren, wurde als kleinkariert, fortschrittsfeindlich und ewig Vorgestriger hingestellt, der den Lauf der Zeit nicht begreifen könne.
Welche Qualität dieser Art von zum Dogma erhobenen “Fortschritt” in Wirklichkeit innewohnte, wurde schlagartig jedermann klar, als sich die Finanzkrise wie eine Lawine über die Börsenzentren der Welt
hinwegwälzte. Mit der Finanzkrise ist nun der böse Geist aus der Flasche der Globalisierung entwichen und selbst innigstes Locken konnte diesen Teufel nicht dazu bewegen, freiwillig in seine Flasche zurückzukehren.

Damit einhergehend wurden wir gleichzeitig gewahr, wer diesen Teufel geritten hatte, nämlich vor allem die Finanz-Ritter aus den “politischen Banken”, den sog. Landesbanken. Dort saß das Geld besonders
locker, wohl vor allem auch deshalb, weil es ja kein eigenes Geld war, das in Form von “risk capital” eingesetzt wurde. Damit war es das einzige “Kapital”, das ohne Risiko ungestraft aufs Spiel gesetzt werden konnte, das auf dem Kapitalmarkt weit und breit erhältlich ist – das Geld der deutschen
Steuerzahler!
Und da dem so ist, sieht auch der Aufsichtsrat weg…Warum das so ist, wie es ist, ist rasch geklärt. Dieses Gremium heißt – deutet man die Ausreden, pardon: die Erklärungen der Regierungsverantwortlichen realitätsnah – deshalb “Aufsichts-Rat”, weil dort Leute sitzen, die raten sollen, ob sieAufsicht haben, oder – wie andere Polit-Obere meinten – eben nicht, und zwar deshalb nicht, weil sie gar nicht wissen, wen oder was sie überhaupt beaufsichbeaufsichtigen soll(t)en. Das gilt analog natürlich auch für die Bankenaufsicht, die ebenso kläglich die Begriffe verwechselt zu haben
scheint und sich, wie es aussieht, auf die Besichtigung der Banken beschränkt hat, was ja bekanntlich weniger anstrengend ist als Beaufsichtigung…

Dies wiederum hat seine Ursache darin, daß Politiker sowieso allergisch gegen jede Form von Aufsicht sind. Aus diesem kühlen Grunde ernennen Politiker, die selbst keine Ahnung vom Bankgeschäft haben, andere Politiker, die noch weniger Ahnung vom Bankgeschäft haben, zu Direktionsmitgliedern der sog.Landesbanken. Daraus erklärt sich der Umstand, warum die Laiendarsteller des Bankgeschäfts lieber Roulette spielten…

Da “Landesbanken”, wie der Name ja aussagt, deshalb“Landes”-Banken heißen, weil sie sich eigentlich mit der Finanzierung von zumeist kleinen und mittleren Unternehmen innerhalb des jeweiligen deutschen
Bundes-Landes befassen sollten, dies den Polit-Bankern aber offensichtlich allzu provinziell, zu langweilig ist, so fühlten sich die Herren in den oberen Etagen dazu berufen, nicht länger am regionalen Rädchen, sondern viel lieber grenzüberschreitend, –“global” – amgroßenRad der Finanzwelt zu
drehen.

Dabei folgte man der alten Politikerweisheit, deren Auswüchse man täglich in der EU-Bürokratie und auch bei der UNO bewundern
kann: wenn einer in seiner eigenen
Provinz nichts bewerkstelligen kann, ist das kein Zeichen für Unfähigkeit, sondern – so scheint es – quasi Vorraussetzung für
eine internationale Karriere. Auch dafür muß einer jedoch vorher erst mal üben. Am risikolosesten ist eine solche Übung, wenn man mit anderer Leute Geld ins Casino
geht, aber wenn schon, dann in eines das in der Wall Street gelegen ist, in NY – das muß schon sein! Die Phantasie der deutschen LB-Finanz-, Kredit- und Spesen-Ritter, war hierbei auffällig einseitig ausgerichtet: Alle, ohne Ausnahme, transferierten ihrer Landeskinder
Steuergelder nach NY – die LBs mit DDR-Hintergrund,wie z.B. Sachsen-Anhalt, gingen nicht etwa nach Moskau ins Casino, ebensowenig ging die LB von Hessen nach Monaco, oder die Bayern-LB nach Nizza…– nein, alle trieb’s nur nach NY…

Allein der geschichtsbekannte Herdentrieb, der besonders den Deutschen nachgesagt wird, kann allein nicht ausschlaggebend gewesen sein, denn auch Banker (ausgesprochen mit “ä”) aus London und Banquiers aus Paris trieb es in die Wall Street, ins “Casino NY”! Wie zwanghaft dieser Trieb in Richtung New York gewesen sein muß, beweist das Kronjuwel deutschen Staatsbankentums, das KDW – nein, nichtdas Kaufhaus des Westens! – pardon: die KfW, wandelte die “Kreditanstalt für Wiederaufbau in eine Anstalt für Wiederabbau”… deutscher Steuerreserven, mit ihrem Transfer von mehreren hundert Millionen
Euro an die “Lehman Brothers”, NY, auch wieder Wall Street – aber, Sie gestatten!– zu einer Zeit, als sich die New Yorker Brüder längst in den Bankrott verabschiedet hatten! Dieser schlimme fauxpas
kann leider nicht einmal auf den Herdentrieb, einer vom Schaf auf den Menschenübertragbaren gefährlichen Ansteckungskrankheit, zurückgeführt werden.

Deutsche,wie auch französische, sowie Sendeanstalten
in Benelux, stellten alle unisono die Finanzkrise in den Mittelpunkt ihrer täglichen, tiefschürfenden TV-Diskussionen. Dabei wurde immer wieder und ausschließlich über die Opfer der Finanzkrise gesprochen – sicherlich interessant für viele! Es gab jedoch eine Frage, die alle, besonders die von der Krise direkt Betroffenen, interessiert hätte und bis heute noch interessiert: die Frage nach den Gewinnern der Krise! Denn, wo es so viele Verlierer gibt, da muß es doch irgendwo auch etliche Gewinner geben… Da diese Frage, wie alle EU-Regenten befinden, zu interessant ist für uns alle, verzichten sie und in gewohntem Gleichschritt, auch die Massenmedien – darauf, diese Frage zu stellen, die just dadurch zur Gretchenfrage
geworden ist, daß sie von allen an der Macht beteiligten
Politikern in der EU vermieden worden ist. Und noch eine Auffälligkeit gibt es zu erwähnen: Wenn jemand Geld verliert, schaut er normalerweise am ehesten und zuallererst dort nach, wo er es verloren hat, was wieder für alle hieße: auf nach NY! Hier jedoch reißt der zuvor so unwiderstehliche Herdentrieb plötzlich ab und alle, die vorher in NY exklusiv das Geld der anderen verjuxt haben, trauen sich auf einmal nicht mehr in diese Metropole des großen Geldes… Und das, obwohl jeder, die Banker, die Politiker, die über die Aufsicht Ratenden, ohnehin alle wissen, daß das Geld, das allen auf mysteriöse Weise abhanden kam, irgendwo in NY herumliegt…

Aber den kürzestenWeg suchen unsere Politiker schon deshalb nicht, weil sie nur machen,was teuer, pardon, teurer ist: Sie geben stattdessen den Bankrotteuren Staatsgarantien – und nun dürfen alle raten, von wem…?! – na klar doch: vom Steuerzahler! Das ist allein deshalb besser,weil besonders in dieser Situation nur gut sein kann, was teu(r)er ist! Billiger wäre es gewesen, wenn die EULenker dem Bush- (und Finanz)-Krieger in USA die Leviten gelesen und von ihm verlangt hätten, die Kohle aus Europa wieder rauszurücken. Da aber alle wissen, daß dieses für die USA so billige Geld von der Regierung Bush gerade jetzt so dringend für
den eigenen Finanzschlamassel gebraucht wird, hat keine(r) der Regenten Europas denMumm, von denen die Kohle zurückzuholen,
die alle EU-Dummies gelinkt hat, so bleibt das Geld dort, wo es ist, in USA! Das Märchen endet, wie es enden muß: Und so suchten sie viele, viele Jahre nach dem Geld der anderen, das sie so schamlos
“verloren” hatten und konnten es nicht finden... und so tun sie, als suchten sie es vielleicht auch später noch – und sie schämen
sich nicht! Mit großem Erstaunen haben wir alle mitverfolgt, wie schnell die sonst so behäbige Regierungsbürokratie der BRD Staatsgarantien für diejenigen bereitgestellt hat, die selbst nie Not gelitten haben und die auch keine Scheu davor zeigten, Niedrigverdienern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Stehen jedoch Probleme an, wie z.B. die sowohl in Deutschland, als auch in den
Staaten der 3.Welt rasant zunehmende Verarmung, dann geben sich dieselben Politiker eher zugeknöpft, und man läßt verlauten, es sei kein Geld da…

Angesichts der gravierenden Probleme, denen wir uns gegenwärtig gegenübersehen, ist es bemerkenswert und deshalb besonders anzuerkennen, wenn Sie, werte IHGönner, dem Internationalen Hilfsfonds gerade in diesen schwierigen Krisenzeiten gewogen bleiben.
Für diese, Ihre Treue, möchte ich mich beiIhnen sehr herzlich bedanken,

Ihr

Prof. Dr. Karl H. Koch
Vorsitzender INTERNATIONALER HILFSFONDS e. V.

 
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IH-Mitarbeiterin Ezelle Schimper berichtet aus Zimbabwe:
Die Landbevölkerung Chikombedzis ist sehr dankbar für die zuverlässige Hilfe aus Deutschland!

Während sich die politische Lage immer noch nicht entspannt hat, bestimmt die einzige Konstante, die wir in Zimbabwe nun schon seit Jahren kennen, auch weiterhin den Alltag der Menschen: die nach wie vor bestehende Versorgungsnotlage! In der isoliert gelegenen Region von Chikombedzi sind die Menschen Kummer und Not gewöhnt und tun alles, um sich mit großem Arbeitsaufwand gegen die Notlage zu stemmen. Für die zuverlässige Unterstützung, die der Internationale Hilfsfonds dabei gewährt, sind besonders die Armen der Region dem IH sehr dankbar.

Die Schulen halten den Unterricht weiter aufrecht!

Obwohl die finanzielle Versorgung aufgrund der politischen Pattsituation nach den Wahlen sich für die Schulen weiter verschlechtert hat, halten die Schulen den Unterricht auch in den ländlichen, finanziell unterversorgten Zonen, wozu im Süden des Landes auch die Region Chikombedzi gehört, weiterhin aufrecht, Dies ist alles andere als selbstverständlich, denn in vielen Gebieten Afrikas kennt man die Beharrlichkeit,mit der gerade die Landbevölkerung Chikombedzis seit Jahren schon den immensen Schwierigkeiten trotzt, nicht.

Die Hilfsgüter aus Deutschland tragen dazu bei, daß der Schulbetrieb noch funktionieren kann!

Die Hilfsgütersendungen des IH, die aufgrund bürokratischer Hemmnisse in letzter Zeit nur sehr schleppend vom Zoll abgewickelt wurden, erreichen die Notleidenden dennoch, wenngleich oft mit viel
größeren Wartezeiten als zuvor. Die Schulen stehen natürlich im Mittelpunkt unserer Hilfe, weil die Schulen gleichzeitig auch als wichtige Verteilungsstellen für die Hilfsgüter des IH gelten: Hierhergelangen sowohl die Hilfsgüter, die für den Lehrbetrieb bestimmt sind, aber auch Hygieneartikel und Nahrungsmittel, die in den Schulen am effizientesten an eine Vielzahl von Schülern verteilt werden
können.

Lehrmittel und Lernmittel aus Deutschland sind nach wie voe unverzichtbar!

Die Schulen der Region Chikombedzi sind angesichts des chronischen Geldmangels
weiterhin auf dieVersorgung mit Lehr- und Lernmitteln, sowie Schulraum- Ausstattung aus Deutschland angewiesen. Vom Schreibpapier angefangen, bis zu den Schreibgeräten, den Malfarben, Schultafeln und Schulmöbeln. Bei der Versorgung von all dem, was man unter dem begriff “Schulmittel” beschreiben kann, wird man wohl noch auf längere Zeit auf großzügige Menschen außerhalb Afrikas angewiesen sein.

Deshalb ist die Solidarität so wichtig!

Die Zuverlässigkeit,mit der die großzügigen Gönner des Internationalen Hilfsfonds e.V. sowohl die armen Menschen, aber auch die Schulen und das Krankenhaus von Chikombedzi mit dringend benötigten Produkten versorgen, ist außerordentlich lobenswert. Diese Hilfe geht weit über das hinaus, was die Politiker täglich in ihren Bekundungen der Verpflichtung zur Hilfe der Menschen in der
“3. Welt” über die Massenmedien verbreiten lassen.

Viele reden nur über die Notwendigkeit der Hilfe! Wo aber bleiben die Taten?

Es vergeht kein Tag, an dem nicht über die Notwendigkeit der Hilfe der Reichen für die Armen gesprochen wird. Besonders die internationalen Organisationen tun sich damit hervor, Deklarationen zur Armutsbekämpfung zu verkünden.Wenn es jedoch um die Konkretisierung der Hilfe geht, also darum, diese Hilfe in die Tat umzusetzen, so tut sich zumeist ein großes Vakuum auf:Den hehren Versprechungen folgen leider nur allzu oft keine Taten!

Deshalb wissen es die Ärmsten in der Region Chikombedzi sehr zu schätzen, daß der Internationale Hilfsfonds sich nicht darin erschöpft, gut klingende Ankündigungen zu machen, sondern auf die Teilnahme an den sog. großen "Geberkonferenzen” verzichtet und sich voll und ganz auf das Umsetzen der Hilfe in der Praxis konzentriert. Denn es verlangt Professionalität, soll die Hilfe auch tatsächlich dort ankommen, wo sie am meisten benötigt wird!

An alle Gönner des IH möchte ich heute ein großes DANKE sagen, das mich die Ärmsten gebeten haben, an Sie, liebe IHPaten, weiterzugeben. Denn wir alle in Zimbabwe, denen, Ihre großherzige Hilfe
zugedacht ist, wissen, daß Ihre Fürsorge keine Selbstverständlichkeit ist. Dies gilt insbesondere in heutiger Zeit, in der die weltweit spürbare Finanzkrise für große Verunsicherung gesorgt hat!
Für diese, Ihre Fürsorge, danke ich Ihnen sehr.

Ihre

Ezelle Schimper
Leiterin des IH-Patenschafts- und Schulförderungsprojekts in der Region Chikombedzi, Zimbabwe

 
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IH-Mitarbeiterin Julia Glaser berichtet aus Weißrußland:
Der Internationale Hilfsfonds leistet wertvolle Hilfen zur Selbsthilfe für das Altenheim in Dimitrovichi!

Die Leser der IH-Nachrichten kennen unsere Hilfsinitiativen für Vergessene und Benachteiligte in ländlichen Gebieten Weißrußlands, die von westlichen Hilfsorganisationen zumeist negiert werden. Der IH unterstützt parallel dazu bekanntlich zahlreiche Krankenhäuser und Rehabilitationszentren für Tschernobyl-Opfer in der Hauptstadt Minsk und darüberhinaus in den von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen städtischen Ballungsgebieten. Da die radioaktive Verseuchung jedoch auch viele ländliche Zonen von Belarus umfaßt, leistet der IH auch dort kontinuierliche humanitäre Hilfe. Eine dieser Regionen um Berezino hat IH-Mitarbeiterin Julia Glaser besucht, um sich darüber ein Bild zu machen, wie die Hilfsgüter des IH zum Wohle der Bedürftigen eingesetzt werden. Hier Auszüge aus ihrem Bericht:

Von Berezino aus machen wir uns auf den Weg in das Dorf Dimitrovitchi, in dem der IH im Mai 2000 damit begonnen hatte, bei der Errichtung einer medizinischen Ambulanz mit angeschlossenem
Altersheim für die Region mitzuwirken.

Vor acht Jahren lebten hier 15 pflegebedürftige Menschen in einer barackenähnlichen Unterkunft, die lediglich aus drei armseligen Räumen bestand. Sanitäre Einrichtungen waren so gut wie kaum vorhanden, und es roch abstoßend muffig. Auch die Stadtverwaltung wußte, daß dieser Zustand nicht länger haltbar war und hat deshalb den Bau für ein neues Altenheim in Angriff genommen; der dann jedoch aufgrund von Geldnot und Materialknappheit nur das Stadium eines Rohbaus erreichte.
Mit vom Internationalen Hilfsfonds gelieferten
Baumaterialien wurde der Rohbau nach und nach fortgeführt: Die Wände wurden mit gespendeter Farbe gestrichen, Toiletten- und Duschräume mit ebenfalls aus Deutschland kommenden Kacheln ausgestattet; bis schließlich die hellen, freundlichen Räume Zug um Zug mit Pflegebetten, Nachtschränken und Vorhängen, in optimistisch gestimmten
Farben, ausgestattet wurden und auf diese Weise menschenwürdige Unterkünfte
entstanden sind.
Kürzlich hat die Ambulanzstation im
Erdgeschoß ihre Arbeit aufgenommen.
Hier können nun auch über 1575 Bewohner
des Dorfes medizinisch versorgt werden. EinArzt stellt sich dieser überdimensionalen
Aufgabe mit 17 Krankenschwestern.
Leider können nicht alle bedürftigen alten Leute, die es nötig hätten, hier aufgenommen werden, doch für 18 Pflegebedürftige sind im 2. Stock des Hauses die Zimmer fertiggestellt und bezogen.
Dr. Alexander Pawlowitch Lebechinski und seineMannschaft begrüßen uns herzlich. Aus dem Dorf ist extra der Gesangsverein in weißrussischer Tracht erschienen
und bringt uns ein Begrüßungsständchen. Einige der Rentner, die hier leben, sitzen in dem hübschen Garten um das Altersheim und freuen sich über den Besuch eines Gastes, der vom IH aus
Deutschland angereist ist. Jeder möchte mir die Hand schütteln und ich spüre: Diese Dankbarkeit ist wirklich echt, hier hat der IH sehr bedürftigenMenschen im Alter ein Zuhause geschenkt.

Stolz führt mich Dr. Lebechinski durch das Haus und ich bin erfreut, überall unsere Hilfsgüter wiederzusehen, die bestens genutzt werden.Allerdings bestehen
nach wie vor Versorgungslücken: So würde man sich sehr über eine etwas modernere Zahnbehandlungseinheit freuen,
auch ein Kühlschrank für die Lagerung von Medikamenten wäre vonnöten; während der Fernseher im Aufenthaltsraum
nur noch Geräusche, aber kein Bild mehr von sich gibt.
Des weiteren fehlt es an Blutdruckmeßgeräten für Kinder, Arbeitsbekleidung für das Personal und Windeln für die alten Leute. Wäsche und Bekleidung für die Heimbewohner werden dringend gebraucht. Nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz des IH-Repräsentanten Prof. Youri Rodionov, wurde eine Aktion der Hilfe zur Selbsthilfe ins Leben gerufen, um mit viel Fleiß und Engagement einen
deprimierend unvollendeten Rohbau doch noch einer positiven Bestimmung zuzuführen. All denen, die den IH bei seiner Initiative unterstützt haben, sei an dieser Stelle im
Namen der Bewohner des Dorfes Dimitrovichi nochmals herzlich gedankt!

Ihre

Julia Glaser
Leiterin der IH-Hilfsgüterabteilung

 
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Der IH unterstützt den Kindergarten No. 98 von Mogilev!

Der Kindergarten Nr. 98 ist in einer Vorstadtstraße von Mogilev angesiedelt und wird
von einer regionalen christlichen Organisation namens “Tabea” betreut. Der Name hat
nichts mit der gleichnamigen deutschen Organisation zu tun, sondern war der Name
des ersten Mädchens, dem die 1999 gegründete Organisation aus einer mißlichen Lage
geholfen hatte. Einhundert Kinder, davon etwa die Hälfte aus sozial schwachen Familien,
werden hier von 25 Angestellten versorgt. Der Kindergarten ist ganztags geöffnet
und bietet ein Frühstück und ein Mittagessen an. Dafür werden umgerechnet 10,- Euro
pro Kind und Monat berechnet, Kinder aus armen Familien werden von der katholischen
Kirche und von Tabea bezuschußt
.

Der Kindergarten hat vom IH Bodenbeläge bekommen, und wir kommen gerade rechtzeitig hinzu, um bei der letzten Verlegung zuzusehen. Ein Vater hat sich freiwillig erboten, diese Arbeit zu übernehmen,
dafür kann sein Kind zwei Jahre lang den Kindergarten kostenlos besuchen, eine humane Regelung, wie ich meine, die in beider Interesse liegt. Die Kinder sind an diesem Nachmittag fast alle in der großen Gartenanlage beim Spielen. Im Gelände sind einige Sandkästen verteilt; es gibt auch eine Rutsche und ein paar Kletterstangen. Man würde jedoch dringend noch einige Spielgeräte benötigen. Auch Kletternetze und Sandspielzeug wären sehr willkommen. Ein weiteres Problem ist die Beschaffung von Küchenzubehör. Hier herrscht ständiger Mangel an allem, da die Kleinen schon mal eine Tasse oder einen Teller fallen lassen und sich so das Geschirr ständig reduziert. Am liebsten hätte man stabile PVC-Teller und Tassen, die nicht kaputt gehen können. Auch weiteres Baumaterial wird benötigt, da es in dem relativ großen Haus ständig etwas zu reparieren gibt. Die Erzieherinnen machen einen kompetenten und freundlichen Eindruck, und die Kinder fühlen sich hier ganz offensichtlich wohl. Olga Petrovna, die stellvertretende Leiterin des Kindergartens,
erzählt uns jedoch, daß es besonders mit den Kindern der Umsiedler aus den Tschernobyl-verseuchten Gebieten viele Probleme gibt. Fast alle sind allergisch gegen Blütenstaub und können im Frühjahr kaum das Haus verlassen, ohne heftige Niesattacken oder Ausschläge zu bekommen. Deshalb sind diese bedauernswerten Kinder insgesamt sehr labil undbedürfen großer Zuwendung, was an das Personal hohe Anforderungen stellt und viel persönliche Fürsorge erforderlich macht.

Man hat hier jedoch den Eindruck,daß die Kinder im Kindergarten Nr. 98 wirklich einen guten und sicheren Tagesplatz haben und sehr kindgerecht mit ihnen umgegangen wird. Der IH ist deshalb weiterhin
bemüht, auch für diesen Kindergarten die Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern.
Mit bestem Dank und mit herzlichen Grüßen,

Ihre

Julia Glaser
Leiterin der IH-Hilfsgüterabteilung

 
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Der IH unterstützt den Kindergarten No. 98 von Mogilev!


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Armin Kopf Michael Birch

Verantwortliche Leitung:
Prof. Dr. K. H. Koch
Honorarkonsul A. L. Weiß

Ich möchte gezielt einem Kind und seinem sozialen Umfeld helfen und übernehme die Patenschaft für ein bedürftiges Kind in Zimbabwe , in Indien , auf den Philippinen .

Wie mein monatlicher Beitrag in Höhe von 25,- EURO verwendet wird, erfahre ich aus den ausführlichen Informationsunterlagen, einschließlich Photo und Namen meines Patenkindes.
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