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der abgelegenen Region von Kovancilar warten die Notleidenden auf Hilfe. |
Am 8. März 2010 ereignete sich
rund 500 km östlich von Ankara ein schweres Erdbeben der Stärke 6,0 auf
der Richter-Skala in der ostanatolischen Provinz Elazig. In insgesamt
drei Regionen sind über 60 000 Bewohner von dieser Katastrophe in
Mitleidenschaft gezogen worden: Dabei wurden 10 000 Häuser zerstört.
Dank sofort veranlaßter Rettungsarbeiten konnten viele Menschen aus den
Trümmern ihrer Häuser geborgen werden. Leider kamen ca. 60 Menschen zu
Tode, darunter auch viele Kinder, und es waren über 100 Verletzte zu
beklagen.
Die meisten Bewohner der
betroffenen Regionen wurden um 4.30 Uhr Ortszeit durch das Beben aus
dem Schlaf gerissen. Man zählte danach noch etwa 27 Nachbeben, deren
Stärke bis zu 4.1 reichten. Das Epizentrum dieses Bebens lag in der
Nähe der Stadt Karakocan. Aus dem Krisenzentrum wurde gemeldet, daß die
Ortschaften Okcular, Kayali und Yukari Kanatli praktisch total zerstört
worden sind. Die Ursache hierfür ist darin zu suchen, daß die dort
errichteten Wohnhäuser zumeist aus Lehm und Steinen bestanden.
Da die Türkei in einer Zone liegt, wo die Kontinentalplatten Afrikas
und Eurasiens zusammenstoßen, wird das Land regelmäßig von Erdstößen
heimgesucht. Das jüngste Erdbeben lag in einem Gebiet, in dem die
tektonischen Verwerfungen von den nordanatolischen und ostanatolischen
Verschiebungen entstanden. Das letzte schwere Erdbeben in der Türkei
ereignete sich im Jahre 2003, als ein Schulwohnheim in der Provinz
Bingöl einstürzte, wobei 83 Kinder ums Leben kamen.
HILFEERSUCHEN
AN DEN IH
Als sich der Vize-Gouverneur und Chef des Krisen-Centers, Herr Selcuk
Aslan, an den Internationalen Hilfsfonds wandte, war es für unser
Hilfswerk eine Selbstverständlichkeit, den Betroffenen gegenüber aktive
Solidarität zu zeigen. Am 13. April 2010 ging von Rosbach ein LKW mit
Hilfsgütern in das Erdbebengebiet. Entsprechend der Bitte aus der
Türkei, wurden vor allem Einrichtungsgegenstände für Krankenhäuser zum
Versand gebracht, vor allem Hospitalbetten, Rollstühle und
Krankenhausbedarf, an denen es aufgrund der vielen Verletzten mangelte.
Des weiteren wurden Nahrungsmittel verschickt, um dem Primärbedarf der
Notleidenden nachzukommen.
Der Vorstand des IH zeigt sich sehr angetan von der reibungslosen
Zusammenarbeit mit dem Krisenzentrum und den Kommunen in der Türkei.
Ihnen gebührt unser Dank für die effiziente Kooperation, welche die
Gewähr dafür bot, daß alle Hilfsgüter bei den Erdbebenopfern angekommen
sind. Hervorhebenswert ist außerdem die Arbeit der türkischen
Hilfsorganisation „Roter Halbmond“, die sich sofort der Opfer
angenommen hatte, um sie mit dem Nötigsten zu versorgen. Wie auf den
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| Der
Internationale Hilfsfonds e.V. hat dem Anersuchen des Chefs des
Krisenzentrums entsprochen und unverzüglich Hospitalbedarf, Betten und
Rollstühle in das Erdbebengebiet gebracht. |
Photos zu sehen, wurden auch Zelte, sowie Notunterkünfte aus Containern
errichtet, um den obdachlos Gewordenen vorübergehende Unterkunft zu
verschaffen.
Unsere besondere Anerkennung
gilt auch für diese Maßnahme den großzügigen Gönnern des IH, die uns
auch in diesem Katastrophenfall ihre ungeteilte Unterstützung
gewährten. Das konstruktive Zusammenwirken mit den türkischen
zuständigen Stellen hat es uns erlaubt, diese Hilfsmaßnahme zum Vorteil
der Erdbebenopfer rasch und unbürokratisch umzusetzen.
Mit herzlichem Dank,
Karl H. Koch
Vorsitzender
Internationaler
Hilfsfonds e.V.
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| Schon
eine ganze Reihe von Notunterkünften wurde eingerichtet, in denen
Erdbebenopfer eine vorläufige Bleibe gefunden haben. |
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zum
Inhaltsverzeichnis |
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| IH-Patin Frau Prof. Dr.
Elisabeth Bendel berichtet aus Zimbabwe: |
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| Bei
den Schulanfängern der Gurungweni-Grundschule sind die Klettergerüste
sehr beliebt und bieten in den Pausen willkommene Abwechslung. |
Wer sich dazu entschließt, dem
IH-Schulförderungs- und Patenschaftsprojekt in der Region Chikombedzi
im tiefen Süden Zimbabwes einen Besuch abzustatten, muß sich auf eine
sehr beschwerliche Reise begeben. Nach 1995 und 2007 hat Frau Prof.
Dr.
Elisabeth Bendel in diesem Jahr bereits zum dritten Mal diese Strapaze
auf sich genommen. Dem Internationalen Hilfsfonds ist es eine
besondere
Freude, hier ihren Reisebericht wiederzugeben:
DIE
REISE ZU MEINEN PATENKINDERN
In Verbindung mit einer Reise nach Botswana und zu den Victoria-Fällen
in Zimbabwe war es mir und meiner langjährigen Freundin, Frau Bergmann
vergönnt, einen 7-tägigen Abstecher zu meinen Patenkindern in der
Region Chikombedzi zu machen. Wie schon beim Besuch 2007, holte uns
Familie Schimper in Musina, Südafrika ab, um uns auf ihre Farm in
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| Besuch
im IH Kinderdorf Lirhanzo |
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| Aufgrund
geburtenstarker Jahrgänge benötigt die Chanienga-Schule dringend mehr
Klassenräume, die dann auch einer entsprechenden Ausstattung bedürfen. |
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| In
diesem offenen Rondell nehmen die Kinder ihr Essen ein. Außerdem finden
hier Veranstaltungen statt. |
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| Die
Kinder haben sich eigens wegen unseres Besuchs versammelt und erstaunen
die überraschten Gäste mit dem Aufsagen schöner Gedichte. |
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| Für
die Unterbringung auswärtiger Schüler wurde jüngst in Chikombedzi ein
Haus errichtet, das sich gerade im Rohbau befindet.
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Edenvale, die in Grenznähe zu Mozambique im Süden Zimbabwes gelegen
ist, zu bringen. Viel Zeit für Müßiggang gab es nicht, denn täglich
fuhren Frau Schimper und ihre Assistentin Margaret mit uns zu den
verschiedenen IH-Projekten und einer ganzen Reihe von Schulen. Unsere
besondere Aufmerksamkeit galt dem Kinderdorf Lirhanzo, in dem
AIDS-Waisen liebevoll betreut werden, dem wir eine ausführliche
Besichtigung widmeten. Die Häuser sind alle sehr sauber und
offensichtlich frisch gestrichen, wie auch meine Photos dokumentieren.
Hier sehe ich mein Patenkind Annah und ihren Zwillingsbruder Amos in
der Schule.
Inmitten der Häuser gibt es ein sehr schönes Rondell, das ebenfalls
abgebildet ist, in dem wir u. a. auch die Kinder zum Mittagessen
treffen. Hier gibt es erfreulicherweise Wasseranschluß, was die
Erziehung zur Hygiene erleichtert: Die Kinder demonstrieren dies auf
erfreuliche Weise, denn wie selbstverständlich wäscht sich jedes Kind
die Hände, bevor es den Teller nimmt. Noch essen sie, wie es
Landessitte ist, mit den Fingern. Doch Frau Schimper wird auch ihnen in
Bälde beibringen, mit Messer und Gabel zu essen, damit sie es im
späteren Leben können. Die Bestecke dazu wird der IH beschaffen.
Der Bericht würde zu lang
werden, wollte ich ausführlich über die
vielen Klassen in den einzelnen Schulen berichten. Die von uns
beigefügten Photos geben eine informative Übersicht über die zur Zeit
bestehenden Bedürfnisse. Erfreulich für uns war zu sehen, daß es viele
neue Schulmöbel aus Deutschland gab. In manchen Klassen fehlt es
allerdings noch an Bänken und Stühlen. M. E. sollten als Nächstes
Tafeln beschafft werden und die Klassenzimmer würden sofort einen
besseren Eindruck machen, würden sie einen neuen Innenanstrich
erhalten. Von Frau Schimper weiß ich, daß der IH bestrebt ist, durch
seine Hilfsgüter-Container dem größten Mangel an den Schulen
abzuhelfen, was schon deshalb die beste Lösung darstellt, weil die
Ausstattungsgegenstände in Zimbabwe zu den Mangelprodukten gehören, die
im Lande kaum erhältlich sind.
Nicht vergessen möchte ich, anzumerken, daß die Lehrer einen
ausgezeichneten Unterricht abhalten. Wir durften Einblick in Schulhefte
und Examensarbeiten nehmen. Dabei konnten wir feststellen, daß der zu
vermittelnde Lehrstoff sehr hoch angesetzt zu sein scheint. Meine
Freundin, Frau Bergmann, eine ehemalige Direktorin einer deutschen
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| Den
Ärmsten der Region gilt die besondere Fürsorge des IH: Ihre Freude über
die neue Kleidung ist groß. |
Realschule, war sehr angetan und erstaunt über das gute
Ausbildungsniveau, das man in einer solch abgeschiedenen, ländlichen
Region, fernab der großen Städte in Zimbabwe, kaum erwarten konnte.
Für Frau Bergmann und mich war dies nicht nur eine erfreuliche
Überraschung, sondern wir betrachten diese Qualität der Ausbildung, die
wir in der Region Chikombedzi antrafen, für das gesamte
Schulförderungsprojekt des Internationalen Hilfsfonds als sehr
ermutigend. Es ist sicherlich eine lohnende Aufgabe, der sich Frau
Schimper, die man für ihre Arbeit nur loben kann, mit großer Hingabe
widmet.
Ihre
Elisabeth
Bendel
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| Die
Chanienga-Schule macht einen sehr guten Eindruck, wozu auch die vom IH
gelieferten Schulmöbel aus Deutschland maßgeblich beitragen. |
Die
Chanienga-Schule bietet ihren Schülern auch Computer für den Unterricht. |
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| Dieses
zur Chanienga-Schule gehörige Gebäude wurde vom Sturm zerstört, sodaß
ein Mangel an Klassenzimmern zu beklagen ist. |
Die
Schüler der Alpha-Mpapa-Sekundar-Schule freuen sich über neue
Sportkleidung und Sportgeräte. |
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