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Nr. 03 März 2012


UKRAINE:
Nothilfe für kinderreiche Familien!
EDITORIAL
EU: Was verbirgt sich hinter „mehr Europa“?
UKRAINE
Der IH leistet Nothilfe für kinderreiche Familien.


GEORGIEN
Ehrung des IH-Vorsitzenden durch den Präsidenten der Republik Georgien M. Saakashvili



EU: Was verbirgt sich hinter „mehr Europa“?

Liebe IH-Freunde,

in der Diskussion über die Euro-Krise wurde „mehr Europa“ als eine Art „Voraussetzung“ für dessen Lösung propagiert. Was sich hinter diesem inzwischen zu einem Dogma erhobenen Schlagwort tatsächlich verbirgt, wird bislang aus der öffentlichen Diskussion in Deutschland nur schemenhaft erkennbar.

Gemeint mit „mehr Europa“, wie Experten verlautbaren lassen, ist der Verzicht auf die Budget-Hoheit des Bundestages zugunsten der Europäischen Kommission. Hierzu ist von grundsätzlicher Bedeutung, was der Direktor des Instituts für Öffentliches Recht an der Universität Freiburg in seinem Vortrag über „die verfassungsrechtlichen Probleme der Euro-Rettung“ zu bedenken gibt – Zitat: „Was Europäische Zentralbank, Europäische Kommission und Europäischer Rat, sowie die Euro-Staaten hier gemeinschaftlich zur angeblichen Rettung des Euros tun, stellt alles auf den Kopf, was die europäische Währungsverfassung gebietet.“

In unzweifelhafter Deutlichkeit prangert er die Umgehung des im Lissabon-Vertrag fixierten Nichtbeistandspaktes (No-bailout-Klausel) an, der es den Euro-Ländern untersagt, für die Schulden der anderen einzustehen. Gleiches gilt für die verbotenen Anleihenkäufe durch die EZB im Volumen von mittlerweile 220 Millionen Euro.

Der aus Protest über die Kompetenzüberschreitungen der Europäischen Zentralbank zurückgetretene Jürgen Stark, der bislang für die EZB als Chefökonom gewirkt hatte, äußerte sich jüngst in einem Beitrag im Handelsblatt in ähnlicher Unmißverständlichkeit, als er hervorhob – Zitat: „Für Deutschland kann man ohne Übertreibung feststellen: Nahezu alle Versprechungen, die man den Bürgern gab, wurden gebrochen. Und was noch mehr verstört: Sie wurden und werden mit einer Selbstverständlichkeit ignoriert, mißachtet, ja geradezu lustvoll in ihr Gegenteil verkehrt, daß man sich fragt, ob die Regierenden den Bürger zum Narren halten wollen.“

Die Regierenden erinnern sich im Jahre 2012 offenbar nicht mehr an die Versprechungen ihres eigenen Parteifreundes Helmut Kohl, die er damals, am 11.12.1991, als Kanzler der BRD im Aktuellen Dienst der CDU-Bundesgeschäftsstelle zu Bonn per „Infofax“ u.a. stolz verkünden ließ – Zitat:

Wir haben die Europa-Währung durchgesetzt. Ab spätestens 1999 haben wir eine einheitliche europäische Währung, die genauso stabil ist wie unsere DM, denn:

• Die Europäische Zentralbank wird nach dem Modell der Deutschen Bundesbank unabhängig und nur der Geldwertstabilität verpflichtet sein.
• Nur solche Staaten können sich beteiligen, die ebenfalls eine stabile Währung haben und deren Verschuldung niedrig ist.
• Es gibt klare Kompetenzen. Bis zum Inkrafttreten der letzten Stufe der Währungsunion behält die Deutsche Bundesbank ihre vollen Entscheidungsrechte.
• Mitgliedsstaaten, die die Währungsstabilität durch zu hohe Verschuldung
gefährden könnten, werden mit Sanktionen belegt.
• Nur Vollmitglieder der Wirtschafts- und Währungsunion bekommen einen Sitz im Europäischen Zentralbankrat.

All diese hehren Versprechungen stellten sich nach und nach als Irreführung der Bürger heraus, sodaß es einer Hintergrundaufhellung bedarf: Niemand in Deutschland hat sich ein besseres Bild über die Arbeitsweise der EZB machen können, als deren früherer Chef-Ökonom Jürgen Stark. Seine oben erwähnte Stellungnahme läßt das Dilemma, in das sich die tonangebenden Euro- Abenteurer um Merkel, Sarkozy und Barroso verstrickt haben, erkennbar werden, wenn er anmerkt: „Wer die Regel zitiert, wonach kein Staat für die Schulden des anderen haften darf, macht sich der Naivität verdächtig. Wer in Kreisen der Berliner Gesellschaft fragt, was denn aus der Unabhängigkeit der Notenbank geworden sei, wird als Trotzkopf empfunden.“

Er gibt seinen Befürchtungen weiter Ausdruck, wenn er folgert: „Es sind nicht die ökonomischen Fakten allein, die Europa am ganzen Leib erzittern lassen. Es ist auch ein Angstzittern. Die gebrochenen Versprechen der Politiker und das Schweigen über die Gründe haben eine nervenzerfetzende Wirkung. Zumal beim Publikum das Gefühl aufsteigt, daß der nächste Wortbruch unmittelbar bevorsteht. Niemand hat die Absicht, eine Transferunion zu errichten, versichert uns Angela Merkel.“

Mit der notwendigen Klarheit stellt der ob seiner Kompetenz international anerkannte Finanz-Experte J. Stark fest: „Das Europa der statistischen Betrügereien, des sorglosen Schuldenmachens und des korrupten Steuerstaates ist an sein natürliches Ende gekommen. Die Euro-Bonds, die sich Franzosen und Südeuropäer so dringlich wünschen, sind nur ein Tarnname für eine Riesenbürgschaft des deutschen Steuerzahlers. Die Transferunion ist ein Schleier, unter dem sich ein weit verzweigtes Rohrsystem verbirgt, in dem deutsche Steuermilliarden Richtung Süden fließen.“

Das oben erwähnte CDU-Infofax vom 11.12.1991 trägt den Titel: „Wir haben in Maastricht den Weg zu den Vereinigten Staaten von Europa unumkehrbar gemacht!“

Mit dem Verzicht auf die staatliche Haushaltsautonomie des Deutschen Bundestages soll in Wirklichkeit die Vorgabe eines „Europa der Vaterländer“, das den Gründer-Nationen der Europäischen Gemeinschaft als Basis diente, unterminiert werden. Mit der von vielen befürchteten Transfer-Union würde so, in erneuter Umgehung der Mehrheit des Volkswillens in den EU-Mitgliedsstaaten, das Konstrukt der „Vereinigten Staaten von Europa“ endgültig zementiert werden – ganz so, wie von Altkanzler Kohl avisiert...

Die Gegensätze könnten nicht größer sein: Während durch exzessive, global angelegte Spekulationen profitgieriger Banken, verquickt mit einer fehlgeleiteten EU-Finanzmittel-Umverteilung, gleich mehrere Staaten unnötig in Existenznot stürzen, müssen viele Menschen dort und außerhalb der EU in bitterer Not darben! Der IH hilft armen, in Not geratenen Menschen in der Ukraine, die unter extremer Winterskälte leiden, mit Kleidung und Nahrungsmitteln.
Bei näherer Betrachtung ist der hierfür erforderliche Transfermechanismus in Brüssel längst installiert. Denn es ist die Europäische Kommission, welche die Finanzbeiträge der Mitgliedsstaaten nicht nur einsammelt, sondern dann auch verteilt. Doch: In der öffentlichen Diskussion spricht man nicht gern darüber, daß die Europäische Kommission Steuergelder aus Deutschland, zusammen mit denen weiterer Hauptgeberländer, wie Frankreich, Benelux, etc. jahrelang bedenkenlos just in diejenigen Länder transferiert hat, die sich heute unter den sog. „Euro-Rettungsschirm“ flüchten: Vorrangig hatten gerade Spanien, Griechenland, Italien, Portugal und Irland jährlich Milliarden aus den Geberländern einkassiert.

Der von diesen Ländern – ohne jede Gegenleistung! – empfangene Geldsegen hat keineswegs dazu beigetragen, die dort als besonders dringlich anstehenden Probleme zu lösen! Davon zeugt in Spanien eine skandalös aus Brüssel genährte Immobilienblase, sowie das ungesunde Anfachen eines ruinösen Konsumverhaltens in Griechenland, das ohne das Billiggeld aus Brüssel gar nicht möglich gewesen wäre. Spanien und Griechenland sind Paradebeispiele dafür, daß der Milliardenregen aus Brüssel erst das Fiasko herbeigeführt hat, in das die „zu rettenden Staaten“ hineingeraten sind. Das Griechenland- Finanzproblem wäre von einer aufmerksamen, seriösen Finanzkontrolle der Europäischen Union verhinderbar gewesen, hätte man, den üblichen Vorschriften entsprechend, zuvor genau geprüft, welchem Verwendungszweck die Geldmittel zugeführt wurden. Warum sich die Spitzenbeamten der Europäischen Kommission dieser Pflicht entzogen, ist bislang ein Geheimnis geblieben.

In unglaubwürdiger, verspäteter Pseudo-Fürsorge ruft die Europäische Kommission nun die Geberstaaten dazu auf, ein EUSofort- Programm gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien – die über 40% liegt und sich zu einem sozialen Desaster ausgewachsen hat – zu starten. Ähnliche Probleme bestehen auch im Nachbarstaat Portugal, der früheren Wirkungsstätte des von dort nach Brüssel weggelobten Herrn Barroso.

In Griechenland macht sich, trotz – und wegen! – des Rettungsschirmes, ebenfalls erschreckende Arbeitslosigkeit breit und die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten – sozusagen als Folge der jahrelangen EU-Milliarden-Transfers – ist eine schwerwiegende Realität, die auch in Brüssel niemand wegdiskutieren kann...

Schon diese wenigen Beispiele lassen erkennen: Die Inkompetenz der Eurokraten kann nicht durch „mehr Europa“ (= mehr praxisferne Bürokratie) behoben werden, sondern durch eine überfällige radikale Beschneidung des ausufernden Wildwuchses einer Eurokratur, die schon deshalb die Probleme in den EUStaaten nicht lösen kann, weil sie selbst verhängnisvoller Teil dieses Problems ist. Daraus ergibt sich zwingend, daß wichtige Probleme in den EU-Mitgliedsstaaten nicht weiterhin „ortsfern“ behandelbar sind, indem man sie der höchst fragwürdigen „Brüsseler Kompetenz“ überläßt, sondern ortsnah und bürgernah, in jedem einzelnen EU-Mitgliedsstaat selbst, eigenverantwortlich gelöst werden müssen.

Die Euro-Krise hat mit erschreckender Deutlichkeit aufgezeigt, daß die Brüsseler EU-Bürokratie zu Präventiv-Maßnahmen nicht fähig ist. Statt vorausschauender Problem-Verhinderung zu agieren, beschränkt sich der viel zu träge Verwaltungsapparat in Brüssel lediglich darauf, auf Probleme zu reagieren.

An den sich daraus zwangsläufig ergebenden Konsequenzen dieser unflexiblen, zur Antizipation unfähigen Brüsseler EU-Politik, leiden am meisten die unschuldigen Menschen aus den sozial minderbemittelten Bevölkerungsschichten der EU-Staaten. Die Euro-Krise hat schonungslos offenbart, daß die Belange der Bevölkerung in den einzelnen Mitgliedsländern der Europäischen Union seitens der Eurokraten kaum Beachtung finden.

Statt sich der Sorgen und Nöte der EU-Bürger anzunehmen, die sich in zunehmender Arbeitslosigkeit, sowie bei einer alarmierend steigenden Anzahl von Menschen, die der Verarmung verfallen, bemerkbar macht, stellen die ohnehin verwöhnten Funktionäre der Europäischen Kommission ausgerechnet in Krisenzeiten ihre eigenen Interessen in den Vordergrund, indem sie noch höhere Bezüge fordern. Damit tun sie auf blamable Weise kund, wes Geistes Kind sie sind und setzen damit ein Fanal, daß es höchste Zeit ist, ihre Privilegien abzubauen.

Vieles in Europa ist aus der Balance geraten: Statt mehr Europa, beziehungsweise mehr EU-Zentralismus in Brüssel, muß die Prämisse lauten: Weniger Macht und weniger Geld für die Privilegierten und mehr Zuwendung für die Notleidenden! Denn: Nicht der Euro sollte das Hauptanliegen Europas sein, sondern die Bedürfnisse seiner Bürger!

Ihr

Prof. Dr. Karl H. Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.


IH-Repräsentant Prof. Dr. Youri Rodionov berichtet aus der Ukraine:

Der Internationale Hilfsfonds leistet Nothilfe für kinderreiche Familien.

Die Winterperiode 2011/2012 bescherte den meisten Ländern des Ostens extrem niedrige Temperaturen, die sich großflächig von Sibirien, wo das Thermometer sogar auf 50 Minusgrade sank, bis in die östlichen Gebiete Deutschlands ausbreitete, wo die Meteorologen ebenfalls Kälterekorde bis zu Minus 30° Celsius maßen. Während die Kälteperiode im Westen Europas von verhältnismäßig kurzer Dauer war, verharrte die klirrende Kälte im Osten über einen viel längeren Zeitraum hinweg, was dramatische Folgen nach sich zog: Rußland, Polen, aber insbesondere die Ukraine hatten zahlreiche Tote zu beklagen, die der extremen Kälte zum Opfer fielen. Zahlreiche Obdachlose, Verarmte und Ältere erlitten den Tod durch Erfrieren!

Die skandalöse Unterversorgung von Kranken, Gebrechlichen, körperlich und geistig Behinderten, Rentnern und Obdachlosen finden wir in allen unabhängig gewordenen Nachfolgestaaten der UdSSR vor. Mit dem Kollaps des Sowjet-Imperiums brachen die zuvor bestehenden Sozialsysteme, inklusive der medizinischen Versorgung, zusammen.

Da die meisten an die Macht gespülten neuen Regenten vor allem auf ihren eigenen Vorteil bedacht waren, wurden von Anfang an als „unwichtig“ klassifizierte Ministerien finanziell unterversorgt. Diese Definition schloß prinzipiell alle diejenigen Ministerien mit ein, die für den Dienst am Menschen zuständig waren: Angefangen vom Gesundheits- Ministerium bis hin zur Sozialfürsorge wurden sie als „zu kostenträchtig“ eingestuft. Soziale und medizinische Hilfe wurden als „Luxus“ diskriminiert. Vergleichbar negativ begegneten die Machthaber Wissenschaft, Forschung und Bildung, die ebenfalls „totgespart“ wurden.

Die Ukraine stand mit einer Rekordmarke von 151 Kälte-Toten an der Spitze aller östlich der EU gelegenen Staaten. Obdachlose und Alkoholiker hatten den größten Anteil an dieser außergewöhnlich hohen Todesrate.

DER IH LEISTET NOTHILFE FÜR VERARMTE, KINDERREICHE FAMILIEN! UND IHRE FOLGEN

Angesichts der jährlich wiederkehrenden Notlage, in die insbesondere die Einkommensschwachen im Winter geraten, hat der Internationale Hilfsfonds kinderreiche, arme Familien ausgewählt, die von niemandem sonst Unterstützung erfahren. Es handelt sich dabei um Familien, die in der Region Zhytomyr angesiedelt sind, einer ca. 140 km westlich von Kiew gelegenen Stadt mit 300.000 Einwohnern. All diese Familien ernähren sich aus eigenem Gemüse-, Kartoffel- und Obstanbau. Sie verfügen nicht über das notwendige Geld, um in lokalen Verkaufsstellen Einkäufe zu tätigen.

Unser Photo zeigt FrauTatiana Mitkewitsch, die sich mit ihren 7 Kindern über die neue Winterkleidung und Schokolade aus Deutschland überschwenglich bedankt hat. Sie ist mit ihrer Familie im Dorf Serbo-Slobodka, Region Zhytomyr, ansässig.
Frau Lidia Opantschuk, die soeben mit einem ihrer Söhne Winterkleidung erhalten hat, ist Mutter von 11 Kindern, von denen eines auf tragische Weise ums Leben kam. Die Familie wohnt im Dorf Aneta, das in der Region Novograd-Volynski gelegen ist.
Frau Tamara Glushko lebt im Dorf Serbo-Slobodka unter extrem ärmlichen Verhältnissen und hat 4 Kinder.
Frau Oksana Kovalenko hat 5 Kinder; eines davon ist körperbehindert.
Im Dorf Grud, Region Novograd-Volynski, wohnt Larisa Lukjantschik mit ihrem Ehemann und 11 Kindern. Sie alle haben sich über die warme Winterkleidung und Nahrungsmittel des IH sehr gefreut.
DIESE FAMILIEN HABEN NOCH NIE HILFE ERHALTEN, AUCH NICHT AUS DEM AUSLAND!

Die Empfänger der IH-Nothilfe sind allesamt Umsiedler aus Tschernobyl-nahen Dörfern und allesamt ausnahmslos arbeitslos. Die kinderreichen Familien erhalten lediglich monatlich 10 Euro pro Kind, was natürlich bei weitem nicht ausreicht, um Kinder überhaupt einzukleiden. Anoraks von der in Deutschland gefertigten Qualität haben diese bemittleidenswerten Menschen, laut eigener Aussage, vorher noch nie gesehen.

Viele der Beschenkten waren zu Tränen gerührt, als sie warme Winterkleidung, Schokolade und Biskuits des IH entgegennahmen: Die Tatsache, daß ihnen völlig Unbekannte Hilfe aus Deutschland zukommen ließen, haben die armen Familien mit großer Dankbarkeit erfüllt.

Diese Dankbarkeit, die oft tränenreich zum Ausdruck gebracht wurde, darf ich, werte IHSpender, an Sie weitergeben. An Sie alle geht auch mein Dank als Repräsentant des IH, der in der Ukraine für die Verteilung der Hilfsgüter verantwortlich zeichnet.

Herzlichst,

Ihr

Prof. Dr. Youri Rodionov
Repräsentant des Internationalen
Hilfsfonds e.V.
in der Ukraine, Belarus und Rußland





IH-Mitarbeiter Prof. Dr. Nodar Nadirashvili berichtet aus Georgien:

Ehrung des IH-Vorsitzenden durch den Präsidenten der Republik Georgien M. Saakashvili

Georgien löste sich als erstes aller Mitgliedsländer aus dem Sowjet-Imperium, um am 9. April 1991 seine Unabhängigkeit zu deklarieren. Die nationale Befreiung war eng mit dem Freiheitskämpfer Swiad Gamsachurdia verbunden, den Stalin mehr als ein Jahrzehnt lang ins Gefängnis geworfen hatte und der bereits am 26. Mai 1991 mit mehr als 85 % aller Stimmen in demokratischen Wahlen zum ersten Präsidenten Georgiens bestellt wurde.

Frau Malwina Chachischwili ist 80 Jahre alt und taub. Auch sie lebt allein. Erfreulich ist, daß alle Nachbarn ihr zur Hilfe kommen, wennimmer ihnen dies möglich ist.
Das Haus der Familie Neparidze wurde bei einem Erdbeben im Jahre 1990 stark in Mitleidenschaft gezogen. Da die Familie über keine Finanzmittel verfügt, konnten bislang keine Reparaturen vorgenommen werden. Auf unserem Photo sind zwei der insgesamt fünf Kinder der Familie zu sehen, wobei der Knabe im Hintergrund, namens Iwan, geistig behindert ist.
Schon in der ersten Phase der Unabhängigkeit Georgiens, als das Land weder über einen Botschafter, noch über eine diplomatische Vertretung in Belgien verfügte, setzte sich der Vorsitzende des Internationalen Hilfsfonds e.V. für die Belange Georgiens ein, indem er den Besuch einer offiziellen Regierungsdelegation bei den internationalen Einrichtungen der EU anregte. Er koordinierte dabei sowohl deren Besuchsprogramm und begleitete die Delegation unter Leitung des damaligen Minister- Präsidenten Gugushvili im Dezember 1991 auch als Berater zu ihren Meetings mit u.a. dem Kommissar für Außenbeziehungen der Europäischen Kommission Herrn Andriessen, sowie dem Präsidenten des Europa-Parlaments jener Amtsperiode, Herrn Enrique Baron Crespo.

Das Schicksal wollte es, daß noch im selbigen Monat Dezember 1991, kurze Zeit nach der Rückkehr der Delegation aus Brüssel nach Tiflis, Präsident Gamsachurdia vom letzten Außenminister der UdSSR, Eduard Schewardnadse, aus dem Lande getrieben wurde, worauf letzterer sich zum Präsidenten des Landes küren ließ. Gamsachurdia wurde später, nach langer, aufwendiger Verfolgungsjagd, von Schewardnadses Häschern ermordet. Hieraus wird ersichtlich, wie heftig die gesellschaftlichen Verwerfungen schon damals waren.

GEORGIEN IST DAS HAUPTEMPFÄNGERLAND DER HUMANITÄREN HILFE DES IH!

Die ersten Hilfsgütersendungen des IH nach Georgien erfolgten auf Initiative seines Vorsitzenden Prof. Koch, bereits 1991. Sie dienten dazu, die Not der zahlreichen Kriegsflüchtlinge aus Abchasien lindern zu helfen. Inzwischen ist Georgien zum bedeutendsten Empfängerland der humanitären Hilfe des IH aufgestiegen. Zum Jahresende 2011 belief sich der Wert der nach Georgien verbrachten humanitären Hilfe des IH auf mehr als 10 Mio. Euro, bei einem Volumen von über 1400 Tonnen.

7. November 2011 in der Botschaft Georgiens in Berlin: Ihre Exzellenz, Frau Botschafterin Professor Gabriela von Habsburg überreicht den Ehrenorden der Republik Georgien, verliehen von Präsident M. Saakashvili, an den Vorsitzenden des Internationalen Hilfsfonds e.V., Herrn Prof. Dr. Karl H. Koch.
Unser Photo zeigt im Vordergrund Frau Nuza Nefarilde, die eine der ärmsten Frauen des Dorfes Schukruti ist. Sie ist 78 Jahre alt und ist völlig auf sich allein gestellt. Das Dorf verfügt nicht über eine funktionierende Trinkwasserversorgung, sodaß Nuza, ebenso wie Herr Tengiz Buchraschwiki und alle anderen Mitbewohner des Dorfes ihr Wasser von einem Brunnen holen müssen.
HOHE AUSZEICHNUNGEN FÜR PROF. KOCH

Der unermüdliche Einsatz des IH-Vorsitzenden für die Bedürftigen Georgiens wurde durch zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen einer großen Anzahl von Organisationen und Einrichtungen des Landes gewürdigt. Für sein Engagement auf dem Gebiet der Wissenschafts- und Universitätskooperation und die Initiierung von Partnerschaftsabkommen mit Universitäten in EU-Staaten wurde Herr Koch bereits am 2. Juli 2002 mit der Ehrendoktorwürde der Staatlichen Universität Batumi ausgezeichnet.

Mit Dekret No. 11/08/02 vom 11. August 2011 wurde Herrn Karl Koch vom Präsidenten der Republik Georgien, Herrn M. Saakashvili, in Anerkennung seiner besonderen Verdienste auf dem Gebiet der humanitären Hilfe, der Ehrenorden des Landes zuerkannt. Die Urkunde ist nebenstehend abgebildet.

Der Internationale Hilfsfonds ist bemüht, den Ärmsten der Armen mit seinen Hilfsgütersendungen Unterstützung anzubieten, um mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Schuhen, sowie Konsumartikel des täglichen Bedarfs die größte Not zu lindern und den Behinderten mit funktionsgerechten Rollstühlen die so wichtige Mobilität zu verschaffen. Die Not war angesichts des strengen Winters in diesem Jahr für die Bewohner ruraler Zonen besonders gravierend, wie wir hier am Beispiel des Dorfes Schukruti in der Nähe der Stadt Tschiatura, wo über 600 Familien beheimatet sind, mit einigen Photos illustrieren.

Dieses Dorf ist leider kein Einzelfall, denn die meisten der kleineren Siedlungen verfügen nicht über die notwendige Infrastruktur; es gibt oftmals keine Elektrizität und kein Trinkwasser. Hinzu kommt im Winter, daß die Straßen unzugänglich sind, sodaß für den medizinischen Notdienst die Dörfer nicht erreichbar sind. Diesen isoliert wohnenden, zumeist alten, verarmten Menschen, möchte sich der Internationale Hilfsfonds auch im Jahre 2012 zuwenden.

Ich möchte in diesem Zusammenhang die Gelegenheit wahrnehmen, Ihnen werte IH-Gönner, für Ihre Bereitschaft zur Hilfe und Ihre Solidarität, auch im Namen der Notleidenden in unserem Lande, herzlich zu danken.

Ihr

Prof. Dr. Nodar Nadirashvili
IH-Repräsentant in Georgien


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IH im Internet: www.internation-hilfsfonds.org

Redaktion; K. H. Koch

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Ich möchte gezielt einem Kind und seinem sozialen Umfeld helfen und übernehme die Patenschaft für ein bedürftiges Kind
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