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Schulförderung,
AIDS-Waisen und Hilfe zur Selbsthilfe bleiben unsere Prioritäten!
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| Puzzles
erfreuen sich an den Schulen großer Beliebtheit. |
Der Internationale Hilfsfonds
bemüht sich, die arme Landbevölkerung der Region Chikombedzi in ihrer
schier unlösbaren Aufgabe zur Krisenbewältigung mit konkreten
Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht
dabei nach wie vor die Schulförderung, die insbesondere für die Ärmsten
von großer Bedeutung ist. Denn nur eine solide Schulbildung kann ihnen
einen Ausweg aus der Armut weisen. Angesichts der fortschreitenden
AIDS-Problematik vergrößert sich die Zahl von AIDS-Waisen ständig,
sodaß der Ausbau des IH-Hilfsprojekts LIRHANZO zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Es hat sich inzwischen zu einem Referenz-Projekt für die
gesamte Region Chikombedzi entwickelt, zumal das Konzept sogar von den
staatlichen Stellen der Regional-Regierung als beispielhaft beurteilt
wird. Einen weiteren Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die
Krankenversorgung, die natürlich auch in Krisenzeiten aufrechterhalten
werden muß.
DER BILDUNGSMISERE
ENTGEGENWIRKEN!
Die langwährende Diskussion über ein besseres Bildungs- und
Ausbildungs-Niveau in der Bundesrepublik Deutschland, die an Intensität
nichts eingebüßt hat, sondern fortdauert, läßt ahnen, daß dieselbe
Thematik auch in Entwicklungsländern einen wichtigen Rang in der
öffentlichen Diskussion einnimmt. Dies ist naturgemäß schon deshalb so,
weil ja jeder Familie an einer guten Schulbildung ihrer Kinder gelegen
sein sollte. Gerade in Krisenzeiten muß auch in Zimbabwe ein ordentlich
ablaufender Schulbetrieb Priorität haben.
Aufgrund der fortbestehenden chronischen Finanzschwäche haben es die
Schulen schwer, ihre Verpflichtungen einzuhalten. Hier ist die
Besoldung der Lehrer ein großes Problem, da aufgrund der
Versorgungslücken vor allem in der Vergangenheit die Gehälter erst gar
nicht zur Auszahlung gelangt sind. Die Folge davon war, daß viele
Lehrer gezwungen waren, ihren Dienst zu quittieren, um anderweitig Geld
zu verdienen und so ihre Familien zu versorgen.
Die dadurch entstandenen Lücken
im Lehrkörper haben nicht alle Schulen zu schließen vermocht, sodaß an
so manchen Schulen noch Engpässe bestehen. Gleichzeitig hat sich die
Zahl der zu unterrichtenden Schüler an vielen Schulen erhöht, was dann
zwangsläufig zu überfüllten Schulklassen führt.
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| Die
Schulkinder präsentieren sich stolz in den neuen Hemden und Mützen. |
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| Sportkleidung
und Sportgeräte sind von allen Schulen in Zimbabwe sehr begehrt. |
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| Projektleiterin
Ezelle Schimper verteilt das Schul- und Lehrmaterial aus den
IH-Hilfsgüter-Containern persönlich in den Schulen. |
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| Für
das LIRHANZO-Hilfsprojekt wurde auch ein Schulgarten angelegt, in dem
die Kinder schon in jüngsten Jahren mit dem Pflanzen von Gemüse
vertraut gemacht werden. |
SCHULGELD – EIN RELIKT AUS
DER KOLONIALZEIT!
Als das Haupthindernis für den Schulbesuch von Kindern aus ärmsten
Familienverhältnissen stellt sich in vielen afrikanischen Ländern das
Schulgeld dar. Dies gilt leider auch für Zimbabwe, wo oftmals Kinder
heimgeschickt werden, weil ihre Eltern das Schulgeld nicht oder nicht
rechtzeitig aufbringen können. Dieser Anachronismus aus alten
Kolonialzeiten bestraft sozial schwache Familien und kreiert künstlich
ein Privileg für diejenigen, die über ein besseres Einkommen verfügen.
Damit wird das Prinzip der Chancengleichheit von arm und reich in der
Schulbildung schon im Ansatz vereitelt.
Aber eines der Hauptziele der
Entkolonialisierung war es doch, gerade für die Ärmsten der Armen die
Voraussetzungen für einen regelmäßigen Schulbesuchs zu schaffen! Die
insbesondere in englischsprachigen Ländern vorherrschende Praxis, das
Schulgeld beizubehalten, kann nur als Rückfall in altes Kolonialdenken
und als Konservierung alter Vorurteile bezeichnet werden: Ein armes
Kind hat jedoch nicht nur dasselbe Bedürfnis wie ein Kind aus
finanziell besser gestellten sozialen Verhältnissen, sondern es sollte
dasselbe Recht auf Schulbildung haben! Wird ihm dieses Recht versagt,
haben wir es mit Diskriminierung zu tun, die ihre Ursache allein im
sozialen Gefälle zwischen Besserverdienern und Menschen mit niedrigem
Einkommen hat. Soziale Benachteiligung und Unausgeglichenheit dürfen
aber nicht ausschlaggebend für die Bildungschance von Kindern sein,
deren Manko darin besteht, in einer armen Familie aufzuwachsen!
DIE UNTERSTÜTZUNG AUS
DEUTSCHLAND IST FÜR DIE SCHULEN VON GRÖSSTER BEDEUTUNG!
Dank des IH-Patenschafts- und Schulförderungsprojekts können eine ganze
Reihe von Schulen in der Region Chikombedzi auf Unterstützung hoffen.
Das ist gerade dann, wenn die Not am größten ist, von unschätzbarem
Wert für die jeweilige Schulleitung!
Diese seit Jahren praktizierte
Solidarität hat sich bewährt und hat aus dieser Kooperation inzwischen
eine Solidargemeinschaft entstehen lassen. Sie konnte nur deshalb
gedeihen und wachsen, weil sie schon seit dem Projekt-Start im Jahre
1992 auf dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe aufbaute. Dadurch wurde
die Eigenverantwortung der lokalen Landbevölkerung gefördert, und so
konnte durch die großzügige Unterstützung der IH-Paten aus Deutschland
eine verläßliche Partnerschaft entstehen, die bis in die Gegenwart
hinein auch den Armen und Notleidenden Zuflucht bietet.
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| Spielzeug
ist den Lehrern stets willkommen, um die Freude am Lernen zu fördern. |
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| Auch
die jüngsten AIDS-Waisen des IH-Hilfsprojekts LIRHANZO wollen versorgt
sein: Unser Photo zeigt ein Baby bei der Aufnahme von Nährmilch, die in
Zimbabwe zu den Mangelprodukten zählt. |
DAS LIRHANZO-HILFSPROJEKT
FÜR AIDS-WAISEN HAT MODELL-CHARAKTER!
Das IH-Hilfsprojekt Lirhanzo, das sich ausschließlich der Betreuung von
AIDS-Waisen widmet, geht nun bereits ins 5. Jahr! Dieses
arbeitsintensive Projekt wurde seit 2005 ständig erweitert und hat sich
inzwischen zu einem Modell zur Sozialfürsorge für AIDS-Waisen in der
Region Chikombedzi entwickelt. Die Gesamtausstattung des Projekts,
inklusive der Gemeinschaftsküche, sowie der Aufenthalts- und
Schlafräume wurde ausschließlich mit Hilfsgütern aus Deutschland
eingerichtet. Dies gilt auch für die Schulräume, die eigens für die
AIDS-Waisen ortsnah errichtet worden sind. Wie bereits IH-Patin Frau
Professor Elisabeth Bendel in den IH-Nachrichten des Monats Juli 2010
berichtete, leistet das Lirhanzo-Projekt eine für die Bewohner der
Region wichtige Arbeit. Die Bedeutung dieses Sozialfürsorge-Projekts
wird künftig noch zunehmen, da die Zahl der AIDS-Waisen stetig im
Wachsen begriffen ist. Deshalb widmet sich der IH diesem Projekt mit
großer Hingabe.
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| Nach
wie vor sind die Dorfbewohner der Region Chikombedzi auf Hilfe
angewiesen: Der IH liefert in all seinen Hilfssendungen stets auch das
Hauptnahrungsmittel Reis. |
DIE VERBESSERUNG DER
SELBSTVERSORGUNG
Die widrigen klimatischen Bedingungen, die in der Region Chikombedzi
seit jeher vorherrschen, haben sehr häufig wegen den langanhaltenden
Dürreperioden zu kolossalen Ernteausfällen geführt. Andererseits kam es
zu verheerenden Überschwemmungen, die mit der Beschädigung, bzw.
Zerrstörung der Infrastruktur einhergingen und die mühsam geleistete
Arbeit auf den Feldern, samt der dort vorgenommenen Anpflanzungen,
zunichte gemacht hat.
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| Der
IH versorgt die Grundschulen mit Schulheften, Büchern und Schreibzeug,
was zur Aufrechterhaltung des täglichen Schulbetriebs beiträgt. |
Diese
Waisenkinder sind glücklich über die neue Kleidung, in der sie sich
sogleich präsentieren. |
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| Die
Lehrer der Alpha-Mpapa-Sekundarschule haben den lang ersehnten
Fotokopierer aus Deutschland erhalten, der ihnen die Verwaltungsarbeit
erleichtert. |
Bio-Müsli
aus Deutschland erweist sich als wertvolle Abwechslung für viele Kinder
aus armen Familien, die oft ohne Frühstück zur Schule kommen. |
Unter Anleitung von Experten des Internationalen Hilfsfonds wurden
Dämme errichtet, um Schutz gegen das Hochwasser zu bieten. Aber auch
kilometerlange Leitungen wurden verlegt, um Halbwüstengebieten nutzbare
Agrarflächen abzuringen, die dann den Ernteertrag merklich steigern
halfen. Dadurch wurde es möglich, einen höheren Grad der
Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln aus der lokalen Landwirtschaft zu
erzielen.
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| Der
Strickkreis um Adelma Koch in Wanfried (Nordhessen) ist fleißig dabei,
warme Decken aus Wollresten anzufertigen, die den LIRHANZO-AIDS-Waisen
Schutz vor Kälte im Winter bieten und wegen des schönen Designs
geschätzt sind. |
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| Im
LIRHANZO-Hilfsprojekt bietet das schöne Spielzeug aus Deutschland den
Kindern viel Abwechslung und Freude! |
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| Frau
Schimper verteilt Nahrungsmittel zumeist in den Schulen, damit
sichergestellt ist, daß alle Kinder versorgt werden. |
Diese Projekte konnten all die Jahre hindurch in harter gemeinsamer
Arbeit, die nur durch Beteiligung vieler Bewohner aus den Dörfern der
Region Chikombedzi, zum Erfolg geführt werden. Diese Kooperation war
ausschlaggebend für das Umsetzen von zahlreichen Initiativen der Hilfe
zur Selbsthilfe, die von der Tierhaltung bis hin zu
Berufsausbildungsmaßnahmen reichten. Aber auch anspruchsvolle, große
Infrastruktur-Projekte, wie z.B. die Trinkwasserversorgung, wurden in
gemeinsamer Arbeit erfolgreich in die Realität umgesetzt.
Daß diese für die Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen
Landbevölkerung so wichtigen Aktivitäten eine Chance zum Erfolg
erhielten, verdanken wir Ihnen, werte IH-Gönner. Im Namen der armen
Menschen in den Dorfgemeinschaften, möchte ich Ihnen ein herzliches
Dankeschön nach Deutschland übermitteln!
Ihre
Ezelle Schimper
Leiterin des
IH-Patenschafts- und
Schulförderungsprojekts
in der Region
Chikombedzi
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| Auch
die chronisch unterbezahlten Lehrer werden mit Kleidung ausgestattet,
die sie sich mit ihrem kargen Gehalt kaum leisten können. |
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