| INHALT | Nr. 06 Juni 2010 | ||
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PHILIPPINEN
: Den Ärmsten Manilas helfen! |
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| Die
Verwendung von IH-Spendenmitteln im Jahr 2009 |
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| Wie setzt der IH die ihm anvertrauten Spendenmittel ein? |
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| Die Verwendung der IH-Spendenmittel im Rechnungsjahr 2009 | |
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Die Jahresrechnung des Internationalen Hilfsfonds zum 31. Dezember 2009 wurde von einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international angesehenen KPMG (Köln), überprüft, deren uneingeschränktes Testat wir hier wiedergeben. Die Verwendung der Mittel wird in untenstehendem Schaubild veröffentlicht. ![]()
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| Wie setzt der IH die ihm anvertrauten Spendenmittel ein? | ||||||||||||||||||||||||
Liebe IH-Freunde,
seinen Spendern gegenüber gilt dem Internationalen
Hilfsfonds Transparenz stets als oberstes Gebot. Um diesem Anspruch
gerecht zu werden, gibt der IH jedes Jahr, zusätzlich zu seinen
monatlichen Projekt-Berichten in den IH-Nachrichten zusammenfassende
Übersichten Aufschluß über die Verwendung der IH-Spendenmittel des
Vorjahres. Auf diese Weise informiert der IH alle an seiner Arbeit
Interessierten ausführlich über die wichtigsten Aktivitäten in den
jeweiligen Hilfsempfänger-Ländern Seit 1990 hat der Internationale
Hilfsfonds in jedem Jahr, wie für das Berichtsjahr 2009 wieder, von
einer vereidigten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der international
angesehenen KPMG (Köln) das uneingeschränkte
Testat unabhängiger Wirtschaftsprüfer erhalten. Die
Prüfung umfaßt einerseits die Beurteilung der angewandten Grundsätze
ordnungsgemäßer Rechnungslegung, nebst einer korrekten Buchführung.
Der Internationale Hilfsfonds bleibt somit seinem Grundsatz treu, daß die Verpflichtung gegenüber den Hilfsbedürftigen stets Vorrang haben muß. Mit dieser Einstellung gehen auch unsere Spender konform; und darin ist sicherlich das Vertrauen begründet, das sich der Internationale Hilfsfonds bei seinen Gönnern erwerben konnte. Die Spenden des IH kommen, abgesehen von einem verhältnismäßig geringen Teil, fast ausschließlich von Privatspendern. Dies verhilft dem IH zu einer uneingeschränkten Unabhängigkeit, die gerade in heutigen Krisenzeiten so bedeutsam ist. Sowohl bei der Projektauswahl, bis hin zum Einsatz seiner Spendenmittel, kann der Internationale Hilfsfonds eine politisch neutrale Position einnehmen, was der Effizienz der Projektarbeit ebenfalls zugute kommt. Und deshalb vermag der Internationale Hilfsfonds die ihm anvertrauten Spenden direkt für Hilfsprojekte – frei von politischen Zwängen – zugunsten Notleidender im Ausland einsetzen. Es darf hervorgehoben werden, daß die IH-Sofort- und Nothilfe-Programme für Kranken- und Waisenhäuser, Kinder- und Altenheime in Osteuropa und den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion von 1990 bis Ende 2009 ein Volumen von über 6800 Tonnen erreicht und inzwischen die Wertgrenze von 41,9 Mio. Euro überschritten hat. Diese Leistung hat der IH ohne staatliche Zuschüsse erbracht. Für die Spender stehen folgende wichtige Fragen im Vordergrund: „Kommt meine Spende an? Erreicht die Hilfe die Waisenkinder, die Bedürftigen, die Kranken, Armen, Notleidenden und Benachteiligten?“ Gerade zu diesen, für die Spender interessantesten Fragen, werden in Deutschland bezeichnenderweise von keiner Auskunftsstelle zuverlässige Informationen angeboten, wie die skandalösen Vorkommnisse um zurückgehaltene Spenden in Millionenhöhe bei der Tsunami-Katastrophe und jüngst wieder bei dem verheerenden Erdbeben in Haiti zeigten. Just bei diesen Fragen trennt sich im Wettbewerb der Hilfsorganisationen jedoch die Spreu vom Weizen: Der Internationale Hilfsfonds erfüllt seine Aufgabe, regelmäßig und detailliert über den Einsatz der ihm anvertrauten Spenden zu berichten, in gewissenhafter Regelmäßigkeit. Dies wissen Sie, werte Spender, aus den Ihnen monatlich zugehenden Projektberichten der IH-Nachrichten. In den jeweiligen Hilfsempfängerländern kümmern sich einheimische IH-Mitarbeiter persönlich darum, daß die Hilfe aus Deutschland – dies gilt selbst in den entferntesten Ländern – bei den Bedürftigen sicher ankommt. In Weißrußland hält der IH, wie schon in den Jahren zuvor, weiterhin seine Hilfe für die unschuldigen Tschernobyl-Opfer aufrecht, die nach wie vor die wichtigste Zielgruppe für Hilfsleistungen des IH in Belarus darstellen. Darüberhinaus unterstützt der IH Selbsthilfe-Initiativen für Körperbehinderte, die ihr schweres Schicksal mit sportlichen Aktivitäten, die mit modernen Rehabilitationsmethoden auf jedes Individuum abgestimmt sind, zu meistern versuchen. Die IH Hilfsgütersendungen für die Notleidenden in Belarus erreichten bis zum Ende 2009 einen Wert von 8,2 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1500 Tonnen. Da wir es als unsere Aufgabe ansehen, auch jüdische Minderheiten im Osten Europas zu unterstützen, hat der Internationale Hilfsfonds, wie schon in den Jahren davor, dieser Minderheit humanitäre Hilfe zukommen lassen. Im letzten Jahr galt unser Augenmerk insbesondere Kindern mit multiplen Lernbehinderungen. Der IH arbeitet hierbei in Kooperation mit der Hilfsorganisation East European Jewish Heritage Project, unter Leitung von Franklin Swartz zusammen. Dank einer neuen medizinischen Behandlungsmethodik ist es möglich geworden, sogar unter Beeinträchtigungen der Gehirntätigkeit Leidenden soweit zu helfen, daß in den meisten Fällen die Einweisung in Heime und geschlossene Anstalten vermieden werden kann. Der IH verfolgt das Ziel, in gemeinsamer Projektarbeit auch lernbehinderten Kindern in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR Hilfe anzubieten. Im Jahre 2009 war Georgien wiederum Hauptempfängerland der IH-Armenhilfe, da dort viele Menschen unterhalb des Existenzminimums leben müssen. Insgesamt bezifferte sich die Unterstützung des IH für Georgien seit 1991 bis Ende 2009 auf einen Hilfsgüter-Gesamtwert von über 9,1 Mio. Euro, bei einem Volumen von mehr als 1300 Tonnen. Dank der großzügigen Unterstützung deutscher Paten-Eltern ist es dem Internationalen Hilfsfonds vergönnt, auf den Philippinen in Kooperation mit der dort ansässigen Hilfsorganisation Haligi NG Bata ein Hilfsprojekt für Kinder aus den Slums Manilas zu unterhalten. Es bietet Kindern aus ärmsten Familienverhältnissen die Möglichkeit eines regelmäßigen Schulbesuchs. Darüberhinaus ist für eine kontinuierliche medizinische und zahnärztliche Betreuung nicht nur der Kinder, sondern ebenso ihrer Familienangehörigen gesorgt.
Das Zusammenführen behinderter mit nicht-behinderten Schulkindern ist eine verblüffend simple Formel, um dieser auf Trennung ausgerichteten Schulform entgegenzuwirken. Auf diese Weise wurde eine langwährende Diskriminierung in Indien aufgehoben, die gleichzeitig das Ende der Isolation der behinderten Schulkinder bedeutete.
Die von Dr. Uma Tuli geschaffenen Amar Jyoti-Schulen wurden beispielgebend für eine erfolgreiche Integration behinderter Kinder in die Welt der Nichtbehinderten. Letzteren wird mittels täglicher Kontakte zu Behinderten die Chance gegeben, mit mehr Toleranz die Nichtbeachtung unschuldig Benachteiligter zu überwinden und so aus der Behinderung ihrer Schulkameraden zu lernen, was Gleichberechtigung wirklich ausmacht. Im letzten Jahr führte das IH-Ärzte-Team in Chikombedzi, Zimbabwe, unter Leitung von Frau Prof. Dr. med. Eleni Theocharous, eine Reihe schwieriger Operationen, kostenlos für die armen Dorfbewohner durch. Die allesamt erfolgreich verlaufenen Operationen, die in den meisten Fällen mehrere Stunden dauerten, können von den einheimischen Chirurgen nicht vollzogen werden, da hierfür ein ganz spezifisches Fachwissen, verbunden mit den notwendigen modernen Operationstechniken, erforderlich ist. Als weitere Betätigungsfelder des IH sind Wissenschafts- und Universitätskooperationen zu nennen, die den wichtigen Technologie- und Wissens-Transfer ermöglichen sollen und gleichzeitig zu einer aktiven, positiven Zusammenarbeit zwischen Ost und West im Sinne des Völkerverständigungs-Gedankens beitragen.
In vielen Entwicklungsländern besteht die Notwendigkeit, die Diagnostik von Krankheiten, die auf Parasiten zurückgehen, auf den neuesten internationalen Standard zu bringen. Hierzu ist die Anhebung der Qualität im Bereich der Labortechnik erforderlich, um damit die Treffsicherheit der Diagnose bei der Erkennung von Krankheiten zu erhöhen. Der IH ist bestrebt, in enger Zusammenarbeit mit besonders qualifizierten Medizinischen Instituten verschiedener Universitäten Ausbildungsprogramme zu entwickeln, die den Belangen solcher Länder gerecht werden, deren Labortechnik noch nicht das wünschenswerte internationale Niveau erreicht hat. Mit diesen praxisnahen Ausbildungsmaßnahmen will der IH dazu beitragen, daß die in vielen Ländern vernachlässigte Labortechnik durch adäquates Training verbessert werden kann. In der Region Chikombedzi, im Süden Zimbabwes beweist der IH, daß sogar in den stark erosionsgeschädigten Trockengebieten und Halbwüsten nachhaltige Entwicklung möglich ist. In gemeinsamer Arbeit mit den in großer Armut lebenden Bauern, wurden unter schwierigsten Bedingungen, in den vergangenen Jahren mehr als 3000 Bäume gepflanzt; davon ein großer Anteil von Olivenbäumen und neuer Sorten von Obstbäumen, die in diesem Gebiet bislang unbekannt waren. Hierbei bedient sich der IH alternativer Anpflanzungsmethoden, die schon zuvor in IH-Öko-Projekten in extrem regenarmen Zonen, wie der Inneren Mongolei (Volksrepublik China), in Kirgistan und in Tadschikistan, wie in einer Trockenzone im Anden-Gebiet der Region Mendoza (Argentinien), sowie im niederschlagsarmen Zypern überraschend positive Resultate gezeitigt haben.
Das Anpflanzen vom Bäumen kann, wie der IH in der Region Chikombedzi eindrucksvoll bewiesen hat, die Selbstversorgung der dort lebenden armen Bauern nachhaltig verbessern helfen. Dadurch konnte das Konzept der Hilfe zur Selbsthilfe nutzbringend umgesetzt werden. Der gleichzeitig vermittelte Wissenstransfer bietet den Bauern die Möglichkeit, später aus eigener Initiative Obstbäume zu pflanzen und so ihr mageres Einkommen zu verbessern. Mit dieser Hilfsmaßnahme erreicht der Internationale Hilfsfonds, daß der Know-how-Transfer von seiner Theorielastigkeit befreit wird, zumal die passenden Wege gefunden wurden, die arme Landbevölkerung der Region Chikombedzi zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zu bewegen. Initiativen dieser Art haben außerdem den ökologisch wertvollen Nebeneffekt, daß durch das Bepflanzen mit Bäumen das stark erosionsgefährdete Halbwüstengebiet um Chikombedzi vor der voranschreitenden Verwüstung geschützt wird. Weiter oben ist der gesamte Fächer der vom Internationalen Hilfsfonds geleisteten humanitären Hilfe in einer Gesamtübersicht dargestellt, die auch unsere Schulförderungs- und Patenschaftsprojekte miteinschließt. Sie reichen von Zimbabwe über Indien, bis auf die Philippinen. Für Ihre Treue und wertvolle Unterstützung und Großzügigkeit, mit der Sie es uns ermöglichen, fernab von Deutschland, den Ärmsten wirksam zu helfen, darf ich mich bei jedem Einzelnen von Ihnen, werte IH-Gönner, sehr herzlich bedanken. Ihr Prof. Dr. Karl Koch Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.
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