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Nr. 03 März 2010
WEISSRUSSLAND
PHILIPPINEN:
Den Ärmsten Manilas helfen!
PHILIPPINEN




WEISSRUSSLAND: Behinderte aus der Isolation holen und helfen, ihre Kreativität zu fördern!
Der IH unterstützt eine Selbsthilfe-Initiative für schwerst-lernbehinderte jüdische und weißrussische Kinder.
In den Waisenhäusern und Heimen sind die Lebensbedingungen für Kinder oft deprimierend.
Schon seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1991 engagiert sich der Internationale Hilfsfonds e.V. in humanitären Hilfsprojekten mit der Zielsetzung, die Integrati on jüdischerMinderheiten in den Nachfolgestaaten der UdSSR zu fördern. Diese Maßnahmen unseres Hilfswerks zur Integration von ethnischen Minderheiten haben einen breiten Fächer, wie die Kenner unserer Arbeit wissen. So unterstützt der IH schon seit Jahren die wertvollen Hilfsprojekte des East European Jewish Heritage Project unter Leitung von Herrn Franklin Swartz in Weißrußland. In seiner Hilfsorganisation VOLUNTAS widmet er sich zusammen mit seiner Frau Galina hingebungsvoll Bedürftigen. Ein wirkungsvolles Hilfsprojekt für schwerstbehinderte jüdische und weißrussische Kinder verdient es ganz besonders, vom IH unterstützt zu werden. Die Projektarbeit selbst war bereits in der November-Ausgabe der IH-Nachrichten vorgestellt worden, um auf die Nöte dieser vernachlässigten Randgruppe hinzuweisen, aber auch auf neue, bahnbrechende Behandlungsmethoden, der wir durch die Partnerschaft mit dem Internationalen Hilfsfonds in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR zum Durchbruch verhelfen wollen. Falls dies gelingt,  könnte für viele lernbehinderte Kinder und Erwachsene eine Intensivierung der Hilfe erreicht werden.

SCHWERST-LERNBEHINDERTE KINDER WERDEN ALLZU OFT IN DIE ISOLATION GEDRÄNGT!
In den Nachfolgestaaten der Sowjetunion setzte sich die destruktive Haltung gegenüber Menschen mit Behinderung fort, wie dies bereits Jahrzehnte zuvor in der Sowjetunion üblich war. Oftmals wurden behinderte Kinder gleich nach der Geburt in für sie vorgesehene Institutionen geschleust, wo sie zu einem von der Gesellschaft weitgehend isolierten Dasein verdammt waren. Zumeist fristeten sie in abgeschotteten Abteilungen der Psychiatrie ein deprimierendes Dasein. Diese Tatsache zeigt auf, daß die Problematik der Lernbehinderung im allgemeinen völlig falsch eingeschätzt wurde, wobei oberflächliche, negative Vorurteile entscheidend dazu beitrugen, Lernbehinderte zu diskriminieren, indem man sie – in Verkennung der tatsächlichen Gegebenheiten – als Geisteskranke einstufte. Diese medizinisch Problem-irrelevante Maßnahme kann nur als inhuman bezeichnet werden. Geistig Behinderte und Lerngestörte wurden so gleichermaßen isoliert, ohne daß man sich jemals ernsthaft der Mühe einer differenzierten Diagnose unterzogen hätte, das intellektuelle Potential des jeweiligen Individuums überhaupt auszuloten.

WAS HÄUFIG IGNORIERT WIRD: AUCH LERNBEHINDERTE HABEN KREATIVES POTENTIAL!
Die unnötige Disqualifizierung lernbehinderter Kinder und Erwachsener, die durch deren Abschottung von der Gesellschaft auf grausame Weise verstärkt wird, ist nicht nur aus humaner Sicht inakzeptabel, sondern auch volkswirtschaftlich betrachtet, schädlich. Denn jedes verschüttete Talent, das aufgrund solch inkompetenter bürokratischer Maßnahmen aufs Abstellgleis befördert wird, bleibt ja – auch zum Nachteil der Gesellschaft – unterentwickelt! Wenn die Entfaltung der Persönlichkeit der auch in vielen lernbehinderten Kindern schlummernden Talente versagt bleibt, verkümmert viel kreatives Potential.

Schwerst-Lernbehinderte be­dürfen liebe­voller Zu­wendung und ge­duldi­ger Hin­ga­be der Pädagogen.

Es muß demnach unsere Aufgabe sein, die Kreativität Schwerst-Lernbehinderter freizulegen und zu fördern!

DIE ZWANGSVERFRACHTUNG IN HEIME VERSCHLIMMERT
DIE SITUAT ION LERNBEHINDERTER
KINDER!

Die staatlichen Einrichtungen richteten sich Jahrzehnte hindurch an „der alten Schule“ aus, deren Ansatz darin bestand, Kinder mit multiplen Lernschwächen in die Obhut eines Heimes zu überführen. Dabei wird jedoch total übersehen, daß jede Störung einer Mutter-Kind-Beziehung zu schweren Traumata führen kann. Umso gravierender muß es sich auswirken, wenn aus dem langjährigen Heimaufenthalt eine bleibende Trennung von Mutter und Kind resultiert. Dies wiederum bedeutete dann nur allzu oft, daß z.B. Kinder mit „Down-Syndrom“ oder Gehirnschwäche, die an und für sich, trotz ihrer Behinderung(en), alle Voraussetzungen mitbrachten, durch problemadäquates Training zumindest eine annähernd normale Lebensführung zu erreichen, praktisch dazu verdammt waren, zeitlebens isoliert in einem Behindertenheim ihr Dasein zu fristen.

Lernbehinderte Kinder warten auf ihren Auftritt bei einer Veranstaltung, wo sie die Fortschritte ihrer Ausbildung demonstrieren können. Eine Pädagogin widmet sich einem schwerst-lernbehinderten Kind, das aufgrund seiner Körperbehinderung auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Die Situation der Eltern wurde durch einen weiteren Umstand erschwert: Wenn sie sich mit ihrer Forderung, ihr Kind zuhause zu behalten, durchsetzen konnten, erhielten sie nur unzureichende finanzielle Zuwendungen, sodaß die für die Entwicklung des Kindes so notwendige Therapie und Ausbildung nicht finanzierbar und somit nicht durchführbar war. Dies bedeutet, daß auch Kinder, die zuhause bei ihren Eltern bleiben konnten, keine Aussicht hatten, einen Ausweg aus ihrer Behinderung zu finden.
Die von VOLUNTAS entwickelte Konzeption hingegen eröffnet die Chance zur Problemlösung

MULTIPLEN LERNBEHINDERUNGEN MIT ALTERNATIVEN PÄDAGOGISCHEN METHODEN BEGEGNEN!
Das Ausgangsziel dieses Projektes war es, einer lebenslangen institutionellen Betreuung von Kindern mit multiplen Lernstörungen eine bessere Alternative entgegenzustellen, die darin besteht, den betroffenen Kindern zusammen mit ihren Eltern eine problemnahe Unterstützung zu bieten.

Da die oben erwähnten Heime zumeist nur unzureichende Erfahrungen mit schwerst-lerngestörten Kindern hatten und zudem nicht über ausreichend qualifiziertes Personal verfügten, das in der Lage gewesen wäre, wichtige Anstöße zur Entwicklung der schwerstbehinderten Kinder zu geben, fehlten von vorneherein die Voraussetzungen, die Lernfähigkeit schwerstbehinderter Kinder professionell zu fördern, was verständlicherweise einen hohen Qualifikationsgrad der pädagogischen Kräfte voraussetzt.

Das VOLUNTAS-Früh-Interventions-Programm nimmt sich dieser Probleme gezielt an, indem es eine fallbezogene, auf das Individuum abgestimmte Ausbildung für das an multiplen Lernschwächen leidende Kind anbietet und so diesen Problemkindern Hoffnung vermittelt: Alle Kinder werden vom VOLUNTAS-Früh-Interventions-Team in enger Kooperation mit den Eltern betreut, wobei bis zu 624 Entwicklungsübungen abgerufen und bedarfsgemäß angewandt werden können. Im Vordergrund der Trainingsmaßnahmen steht dabei, was das Kind tun kann und nicht die entmutigende Eruierung, herausfinden zu wollen, was das Kind nicht kann, was jede Entwicklungsmöglichkeit von vorneherein lähmt. Sobald die entsprechenden Tests in enger Miteinbeziehung der Eltern ausgewertet worden sind, kann das jeweilige individuell zugeschnittene Ausbildungsprogramm für jedes Kind beginnen.

Alle der bereits erwähnten 624 Fähigkeiten können mit 3 bis 10 Übungsvarianten entwickelt werden. Entweder die Eltern, oder aber die Großeltern können eine entsprechende Ausbildung erhalten, sodaß sie durchaus in der Lage sind, die wichtigsten Übungen anzuwenden und dieselben geduldig zu wiederholen.

Unser Photo zeigt eine Lehrerin, die in einer Schule für taubstumme Kinder unterrichtet. Auch lernbehinderte, taubstumme Kinder finden am Schulunterricht Gefallen, vorausgesetzt, die zur Anwendung kommende Methodologie bietet ihnen dazu Gelegenheit.
Behinderte Kinder erfreuen sich der liebevollen Zuwendung einer Sozialpädagogin.
Eine Pädagogin versucht, das Farbempfinden eines schwerst-behinderten Kindes durch entsprechende Übungen zu verbessern.
Dieser Raum ist so angelegt, daß schwerst-lernbehinderte Kinder ihren Farb- und Tastsinn besser entwickeln können.

Woche für Woche wird vom Therapeuten, zusammen mit den Eltern, bzw. eigens ausgebildeter Fachkräfte, der Ausbildungsstand des Kindes und der jeweils erzielte Forschritt gemessen, was nicht nur positiv zur Motivationssteigerung des Kindes selbst, sondern auch deren Helfer beiträgt. Diese Art der Ausbildung kann sowohl zuhause oder auch in Rehabilitationszentren durchgeführt werden.

Die von VOLUNTAS angewandte Methode hebt sich positiv von der seither üblichen Praxis staatlicher Einrichtungen im Umgang mit multiplen Lernbehinderten ab, bei denen Fehldiagnosen an der Tagesordnung waren, was dann jedoch nicht selten zu Fehlbehandlungen führte und die Patienten in Aussichtslosigkeit und Verzweiflung zurückließ.

Doch nicht nur die Kinder litten unter diesen Fehlentwicklungen. Auch die Eltern, die ihr Einverständnis dazu gaben, daß ihre Kinder in Heimen aufgenommen wurden, fühlten sich mitschuldig am Schicksal ihrer Kinder. Die Nachfrage nach dem VOLUNTAS-Früh-Interventions-Programm ist inzwischen auf nationaler Ebene in Weißrußland so stark gestiegen, daß die Möglichkeiten der weißrussischen Hilfsorganisation erschöpft sind.

DURCH HILFE AUS DEM AUSLAND KANN DIE EFFIZIENZ DES TRAININGS VERBESSERT WERDEN!
Für die Realisierung des Programms bedarf es einer besseren Ausstattung mit Lernspielzeug, Malfarben und anderen Mitteln der graphischen Gestaltung, Musikinstrumente, Mittel zur Förderung des Tastsinns, Photokopiergeräte zum Kopieren der Lehrmaterialien, Videokameras zur Aufzeichnung und Erkennung des Fortschritts bei den lernbehinderten Kindern, Materialien zum Produzieren von Lehrfilmen, um auch abgelegene Gebiete des Landes via TV zu erreichen, bzw. durch Versendung von Lehrfilmen die Möglichkeit zur Therapieteilnahme zu erlauben.

Der Internationale Hilfsfonds e.V. bemüht sich, durch Hilfsgütersendungen die Ausstattung des Programms zu verbessern.

Die hier beschriebene Therapieform erreicht ihren höchsten Wirkungsgrad dann, wenn sie frühestmöglich, bereits im zartesten Kindesalter, eingesetzt wird. Es sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß die Therapie natürlich auch bei Erwachsenen, die noch nicht von diesem Programm profitieren konnten, nutzbringend angewandt werden kann. Damit würde sich auch für diese behinderten Menschen, die zumeist in größter Isolation verharren mußten, eine Möglichkeit zur Verbesserung ihrer gegenwärtigen Lebensumstände auftun.

Auch erwachsene Lernbehinderte können mit Hilfe des Voluntas-Programms ihre Lernfähigkeit verbessern. Diese beiden Pädagoginnen führen laufend Seminare durch, mit dem Ziel, die Zahl der Ausbilder zu erhöhen, um möglichst vielen schwerst-lernbehinderten Kindern eine Chance für die Eingliederung in den normalen Schulbetrieb zu eröffnen.
Eine Mutter wendet sich liebevoll ihrem behinderten Kind zu.

Da schwerst-lernbehinderte Kinder und Erwachsene in den meisten Nachfolgestaaten der UdSSR eine vernachlässigte Randgruppe in der Gesellschaft darstellen und deshalb isoliert sind, strebt der Internationale Hilfsfonds e.V. zusammen mit VOLUNTAS an, die hier beschriebene Therapieform über Weißrußland hinaus, auch in Rußland, der Ukraine, den baltischen Staaten, sowie Kasachstan einzuführen. Hierbei können wir nur Schritt für Schritt, im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten, vorgehen.

Wir dürfen uns bei Ihnen für die bislang erhaltene Förderung unserer Hilfsprojekte für schwerst-lerngestörte Kinder wärmstens bedanken und wären Ihnen, werte IH-Gönner, auch für Ihre künftige Unterstützung dieses Hilfsprojekts sehr verbunden.

Herzlichst,

Franklin Swartz
Direktor des East European
Jewish Heritage Project - VOLUNTAS
Minsk (Weißrußland)
Karl H. Koch
IH-Vorsitzender
Internationaler Hilfsfonds e.V. 
Galina Swartz hat bereits zahlreiche Ausbilder mit dem Voluntas-Früh-Inter­ventions-Programm in Weiß­rußland, wie auch im an­grenzen­den Aus­land, vertraut gemacht. In sorgfältig vorbereiteten Seminaren werden Pädagogen, Sozialarbeiter, Pfleger aber insbesondere auch die Eltern schwerst-lernbehinderter Kinder an das Voluntas-Früh-Interventions-Programm herangeführt.
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Leticia Magaan berichtet aus den Philippinen:
Das IH-Patenschaftsprojekt bewährt sich als Armenhilfe!

DIE FINANZKRISE TRIFFT DIE ÄRMSTEN AM HÄRTESTEN!
Die Wirtschaft der Philippinen wurde bereits 2008 von der Wirtschaftskrise arg in Mitleidenschaft gezogen, und dieser Negativtrend setzte sich bis in die Gegenwart fort. Die internationale Finanzkrise wirkt sich auf Entwicklungsländer mit schwacher Wirtschaftskraft besonders nachteilig aus. Der Rückgang der Exporterlöse, wie er auch in den Philippinen zu verzeichnen ist, schlägt sofort auf den Arbeitsmarkt durch. Dadurch steigt die Arbeitslosigkeit weiter an, wobei die Arbeitskräfte mit geringerer Qualifikation am ehesten gefährdet sind. Die Hauptleidtragenden dieser Krise sind, wie üblich, zuallererst die Ärmsten!

DER TAIFUN "KETSANA" RICHTETE GROSSE SCHÄDEN AN!
Im Jahresbericht 2009 der IH-Projektleiterin Leticia Magaan nimmt der Taifun „Ketsana“ eine wichtige Position ein, zumal dessen Auswirkungen für die Philippinen verheerend waren: In gerade einmal 6 Stunden ergossen sich sintflutartige Regenfälle über 26 Regionen des Landes in solch gewaltigen Mengen, wie sie sich sonst nur über einen ganzen Monat hinweg niederschlagen. Dies erklärt auch die hohe Todesrate von 341 Opfern, die der Taifun verursachte. Dem Taifun "Ketsana" folgte der Taifun "Parma", der vor allem in den nördlichen Provinzen für Verwüstung sorgte.

AUCH MANILA WAR BETROFFEN!
Zu den in Manila von den Auswirkungen des Taifun "Ketsana" am stärksten betroffenen Gebieten gehören die Stadtteile "Metro Manila", sowie J2-Gulod und M-Maligaya. Dort wurden von der örtlichen IH-Partner-Organisation Haligi NG Bata (HBI) im Rahmen des IH-Patenschaftprojekts am dringendsten benötigte Hilfsmittel an die Überschwemmungsopfer verteilt, so u.a. Schlafmatten und Nahrungsmittel, wie z.B. Konserven, Nudeln, Reis, Kaffee, etc. Diese Sofortmaßnahme die ca. 300 Familien zugutekam, erschien HBI nicht zuletzt deshalb angebracht, als in diesen Stadtteilen Manilas 242 Patenkinder wohnen.

POSITIVE LEISTUNGSBILANZ AUCH IM JAHRE 2009:
Die durch das IH-Patenschaftsprojekt geförderten 754 Kinder kommen aus den ärmsten Bezirken Manilas, wie L-Montalban, M-Maligaya, J2-Gulod, J1-Sauyo, H-Sta. Mesa, F-Novaliches, E-Bulacan, B-Almeda, A1-Smokey Mountain. Aufgrund der Finanzkrise werden den ohnehin schon unterfinanzierten Schulen für die kommenden Jahre die notwendigen Mittel weiter gekürzt. Deshalb ist die Schulförderung, die der IH gerade für diese Schulen leistet, auch künftig von Bedeutung.

WICHTIG FÜR DIE ÄRMSTEN IST DIE AUSSTATTUNG MIT SCHULMITTELN!
Die Eltern aus den Slums Manilas verfügen nicht über ein ausreichendes Einkommen, um ihren Kindern die für den Unterricht erforderlichen Lernmittel, Hefte, Schreibsachen, etc. zu kaufen. 648 der vom IH geförderten 754 Kinder nehmen am Unterricht in den Grundschulen teil, wohingegen 106 von ihnen höhere Schulbildung genießen. Im Jahre 2009 wurden alle Schüler u.a. auch mit Schulranzen und den obligatorischen Schuluniformen ausgestattet, sowie mit Essen versorgt. Einer Reihe von Schulen wurde auch Lehrmaterial zur Verfügung gestellt.

Dieses Photo zeigt wie beengt die Wohnverhältnisse der Ärmsten Manilas sind.

Für die Kinder muß es bedrückend sein, unter solchen Bedingungen aufzuwachsen!
Dieser Brunnen im Bezirk Malingaya exis­tiert seit über 25 Jahren. Ob­wohl das Wasser nicht den hygieni­schen Vor­aus­setz­ungen ent­­spricht, wird es zum Kochen und Waschen ver­wendet.
Auf diese in den Slums Manilas übliche Weise wird die Kleidung gewaschen.
Nilda Rabino arbeitet für einen Hunger­lohn in einer Wäscherei. Ihre Hütte wurde vom Taifun „Ketsana“ zer­stört, sodaß sie nun schon seit Monaten mit 7 Familien­mit­glie­dern in dieser Be­haus­ung unter­ge­bracht sind.

REGELMÄSSIGE MEDIZINISCHE UNTERSUCHUNGEN!
Haligi NG Bata trägt dafür Sorge daß die am IH-Patenschaftsprojekt teilnehmenden Kinder mit Ihren Familienangehörigen regelmäßig medizinisch untersucht werden, was auch zahnärztliche Kontrollen miteinschließt. Allein im Bezirk Montalban profitieren hiervon ca. 250 Familien. Die Verteilung sogenannter "health-kits" an die Slum-Kinder sorgt dafür, daß die Grundhygiene in den Slumvierteln verbessert wird. Durch intensive Aufklärungsarbeit der HBI-Sozialarbeiter können auch in den Slums präventive Maßnahmen zur Abwehr von Epidemien eingeleitet und so der Verbreitung von Ansteckungskrankheiten vorgebeugt werden.

WEITERE HILFSMASSNAHMEN
Außerdem wurden von HBI Maßnahmen durchgeführt, um die Qualität des täglichen Essens zu verbessern, wobei vor allem auf die Notwendigkeit vitaminreicher Kost hingewiesen wurde. Hinzu kamen Initiativen, die zum Ziel hatten, das Einkommen der in den Slums lebenden Familien zu erhöhen. Hierfür wurden Kleinkredite vermittelt, um die Selbstständigkeit der Ärmsten zu fördern, die ein eigenes Kleingewerbe betreiben wollen. Auch Seminare, die über die Rechte der Kinder Aufklärung bieten und Kindesmißbrauch vorbeugen soll, wurden im letzten Jahr weiter fortgeführt.

Wenn es dem IH auch im Jahre 2009 vergönnt war, in Partnerschaft mit Haligi NG Bata den Ärmsten in den Slums Manilas praktische Hilfe zu bieten, wobei die Schulbildung der Kinder im Vordergrund stand, so verdanken wir dies den großzügigen Spenden der Pateneltern, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben.

Im Namen aller Hilfsempfänger, denen diese Unterstützung zuteil wurde, darf ich mich bei allen Spendern des Internationalen Hilfsfonds herzlichst bedanken.

Die oft unzureichend ernährten Kinder erhalten Nahrungsmittel, die von HBI-Sozialarbeitern in den Schulen, wie hier z.B. in der Grundschule Makatigaya, verteilt werden.
Eine typische Slum-Behausung in Manila…

Mit den besten Wünschen,

Ihre

Leticia L. Magaan
Leiterin des IH-Patenschaftsprojekts
in Kooperation mit
Haligi NG Bata (HBI)

Impressum

Internationaler Hilfsfonds e.V.
Siemensstraße 3
D-61191 Rosbach v.d.H.
Telefon: 06003-9191-0
Telefax: 06003-919120
e-mail:Int.Hilfsfonds@t-online.de
Internationaler Hilfsfonds e.V.
International Liaison Office
Prof. Dr. Karl H. Koch
Rue Faider 67
1050 Brüssel (Belgien)
Telefon: 0032-2-533 08 20
Telefax: 0032-2-538 89 48
e-mail: info@hilfsfonds.be

IH im Internet: www.internation-hilfsfonds.org

Redaktion; K. H. Koch

Die Prüfung der Jahresrechnung des Internationalen Hilfsfonds e.V. durch die KPMG, Köln, erfolgt unter Beachtung des Prüfungsstandards des Instituts der Wirtschaftprüfer (IDW) zur Rechnungslegung von Vereinen.


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