INHALT
Nr. 12 Dezember 2009


Resümee über die erfolgreiche Arbeit des IH im Jahre 2009:
Am wichtigsten ist die Effizienz bei der Umsetzung der Hilfsmaßnahmen!


ZIMBABWE:
Die Not lindern helfen!





Resümee über die erfolgreiche Arbeit des IH im Jahre 2009

Liebe IH-Freunde,

da sich das Jahr 2009 seinem Ende zuneigt, so wollen wir Ihnen, wie in den vorangegangenen Jahren, wieder eine Zusammenfassung über die vom Internationalen Hilfsfonds e.V. geleistete Arbeit geben. Wenn es unserem Hilfswerk trotz aller durch die Wirtschaftskrise verursachten Beeinträchtigungen vergönnt war, an die erfolgreiche Bilanz der Vorjahre anzuknüpfen, so verdanken wir dies vor allem Ihnen, den treuen Spendern des Internationalen Hilfsfonds e.V., die auch in schwierigen Zeiten ihre Unterstützung aufrechterhalten haben.

Ihre Unterstützung erachten wir als umso bemerkenswerter, als sich die Bürger unseres Landes in diesem von Unsicherheiten geprägten Jahr neu aufkommenden Problemen ausgesetzt sahen, die es für jedermann zu bewältigen galt. Die mit der Wirtschaftskrise einhergehenden Belastungen waren auch für Sie eine große Bürde. Vor diesem Problemhintergrund ist Ihre Großzügigkeit nicht hoch genug einzuschätzen! Im Namen des Vorstands darf ich Ihnen für Ihr Vertrauen, das Sie dem Internationalen Hilfsfonds auch im Jahr 2009 entgegengebracht haben, recht herzlich danken.

Diesem, Ihrem Vertrauen, wollen wir uns jedes Jahr aufs Neue würdig erweisen, am besten durch eine wirkungsvoll gestaltete Hilfsarbeit zugunsten derer, die unserer Anteilnahme und Hilfsbereitschaft in den jeweiligen Hilfsempfängerländern am meisten bedürfen. Dank Ihrer Großzügigkeit, liebe IH-Spender, ist uns dies auch im Jahr 2009 wieder gelungen.

EFFIZIENZ ALS VORAUSSETZUNG FÜR ERFOLGREICHE ARBEIT!
Erfolgreich gestaltete humanitäre Hilfe ist nie ein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer konsequent umgesetzten Strategie, die auf die bestmögliche Effizienz der zu bringenden Hilfe ausgerichtet ist. Da in den Medien gern der Verwaltungskosten-Anteil als Argument für ökonomischen Finanzmitteleinsatz angeführt wird, wollen wir Ihnen diesen Hinweis nicht vorenthalten: Die Verwaltungskosten liegen beim IH in diesem Jahr bei 9 %.

Nach unserer Auffassung sollte die Wirksamkeit der realisierten Hilfe der wichtigste Gradmesser nicht nur für die Arbeit von Hilfsorganisationen sein: Ebenso für die staatliche Entwicklungshilfe jeder einzelnen Industrienation, wie auch für die internationalen Hilfsprogramme, wie sie von der UNO und der Europäischen Union finanziert werden, sollte dieses Kriterium im Vordergrund stehen. Während die privaten Hilfsorganisationen die Verwendung der Spendenmittel gegenüber ihren Spendern genau zu erläutern haben, unterwirft sich die staatliche und internationale Entwicklungshilfe nicht derselben Disziplin.

Die meisten Hygieneartikel sind für die armen Dorfkinder nicht erhältlich. Der IH hilft den Schulen u.a. mit Zahnpasta.


Diese Waisenkinder erfreuen sich dank hochwertiger Kindernährmittel bester Gesundheit!



In Zimbabwe ist die Versorgungslage insbesondere für Waisenkinder prekär: Der IH unterstützt sie mit Lebensmitteln.

WELCHE LEHREN ZIEHEN DIE VERANTWORTLICHEN AUS DER FINANZKRISE?
Wie das Jahr 2008, so sah sich auch das Geschehen im nun auslaufenden Jahr weltweit von der größten Finanz- und Wirtschaftskrise überschattet, wobei man überall in Europa die Erwartung hegte, daß ein fundamentales Umdenken Platz greifen würde. Als enttäuschende Erkenntnis hat sich dabei allerdings in den letzten Monaten herausgestellt, daß sich die Hauptverursacher – allesamt global agierende Großbanken – zu Lasten der Steuerzahler weitgehend schadlos gehalten haben.

Wenn just die Verursacher dieses beispiellosen Finanzdesasters sogar schon in diesem Jahr wieder Milliardengewinne aus Spekulationsgeschäften ziehen, dann steht der Normalbürger nur noch staunend vis-àvis…

In der Bundesrepublik kommt eine Besonderheit im Bankenwesen hinzu, die ansonsten in der EU-Bankenlandschaft nicht vorzufinden ist: Es handelt sich um die Landesbanken, die ihre Führungskräfte vornehmlich aus den politischen Parteien rekrutieren, was auf eine ungesunde Nähe zwischen Politik und Finanzwelt hindeutet…



Auch im Krankenhaus vom Chikombedzi ist Baby-Nahrung sehr begehrt!

Das Verbandsmaterial des IH leistet gute Dienste!



Die „westlichen“ Bundesländer wie Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Hessen, bis nach Bayern, haben über ihre Landesbanken, wie im Osten z.B. in Sachsen, Steueraufkommen in Milliarden- Höhe zweckentfremdet und darüberhinaus im wahrsten Sinne des Wortes unwiederbringlich verspielt.

Während sich die aufsichtspflichtigen Politiker der zuständigen Landesregierungen die Hände in Unschuld waschen, kommt das wahre Ausmaß des erschreckenden Kapitalverlusts erst nach und nach ans Tageslicht.

Und so muß zwangsläufig der Eindruck entstehen, als würde hier – stets zu Lasten der Bürger! – mit zweierlei Maß gemessen: Auf der einen Seite stehen die sich schnöde aus der Verantwortung geflüchteten Problemverursacher aus Politik und der mit ihr eng verflochtenen Finanzlobby und stellen sich als Opfer der von ihnen selbst geförderten Spekulationsgeschäfte dar, wohingegen auf der anderen Seite die breite Bevölkerung sich damit abzufinden hat, mit ihrem Steueraufkommen die Spielschulden der „global player“ abdecken zu müssen, frei nach dem Motto: Gewinne werden privatisiert; Verluste „sozialisiert“…

Daß aber die von den Banken und Politikern verursachten Milliardenschulden tatsächlich von der Nachfolgegeneration zu schultern sein werden, davon spricht niemand! In der verkehrten Wahrnehmungswelt von Politik und Hochfinanz werden die Fakten verdreht und auf den Kopf gestellt.

AM MEISTEN LEIDEN KLEINE, ISOLIERTE ENTWICKLUNGSLÄNDER!
Von der Finanz- und Wirtschaftskrise am empfindlichsten betroffen sind die kleinen, weit abgelegenen Staaten des Zentral- und Südpazifik: Kleinststaaten, wie z.B. die Inselstaaten Tuvalu, Nauru oder Kiribati, die einerseits kaum über Deviseneinkünfte aus Exporten verfügen, jedoch andererseits aber Nahrungsmittel und Treibstoff zur Energieversorgung importieren müssen und deshalb besonders in Krisenzeiten am stärksten unter Druck geraten.

Die Ursache hierfür ist darin zu sehen, daß der eigene Binnenmarkt zu klein ist, um die Bevölkerung zu ernähren und schon deshalb eine Importabhängigkeit und Notwendigkeit der Unterstützung durch die Völkergemeinschaft besteht.

Frau Prof. Dr. E. Theocharous führt eine komplizierte, mehrstündige Operation eines Kindes durch, die den einheimischen Ärzten nicht möglich ist.

Die Chirurgin kümmert sich um einen Buben, der einer aufwendigen Operation bedurfte, um eine sog. Hasenscharte zu korrigieren.



Eine Bewohnerin des Bezirks Bagong Silangan, deren Haus vom Hochwasser zerstört ist, beim Wasserholen.


DER KLIMAWANDEL GEFÄHRDET DIE EXISTENZ VON ATOLLEN IM PAZIFIK UND INDISCHEN OZEAN!
Der Internationale Hilfsfonds e.V. ist eine der wenigen Hilfsorganisationen in der EU, die auf die Nöte der, wie es im UN-Jargon heißt: „Low lying islands“ (niedrigliegende Inseln) aufmerksam macht und sich bemüht, Projekte der humanitären Hilfe in diesen oftmals vergessenen Inselstaaten umzusetzen. Der IH konzentriert sich hierbei auf die Verbesserung der Hygiene und der Trinkwasserqualität, sowie medizinische Hilfsmaßnahmen zur Eindämmung von Epidemien.


Frau Maria Epaminonda, Direktorin der Stiftung für Familienplanung, bei einem ihrer Vorträge zur AIDSPrävention in einer Dorfgemeinde der Region Chikombedzis.

Der Internationale Hilfsfonds e.V. ist eine der wenigen Hilfsorganisationen in der EU, die auf die Nöte der, wie es im UN-Jargon heißt: „Low lying islands“ (niedrigliegende Inseln) aufmerksam macht und sich bemüht, Projekte der humanitären Hilfe in diesen oftmals vergessenen Inselstaaten umzusetzen. Der IH konzentriert sich hierbei auf die Verbesserung der Hygiene und der Trinkwasserqualität, sowie medizinische Hilfsmaßnahmen zur Eindämmung von Epidemien.

Der IH plant, die im Laufe dieses Jahres vorbereiteten Hilfsprojekte im Bereich der Präventiv- Maßnahmen zur Eindämmung von Epidemien und der Verbesserung der Labor- Technik und Labor-Analyse voranzubringen, um die Qualität der Diagnosen zu verbessern. Ausbildungsmaßnahmen stehen hierbei im Vordergrund, um das entsprechende Fachpersonal aus den Kleinstaaten des Pazifiks zu schulen. Aber auch die Ausbildung von Hebammen sollte angegangen werden, um der Kindersterblichkeit entgegenzuwirken.



Frau Prof. Eleni Theocharous bei der praktischen Anweisung einheimischer Frauen, die so am besten lernen, Baumsetzlinge sachgerecht zu pflanzen.

Diese Bäuerin, die beim Bäumepflanzen hilft, muß sich gleichzeitig um ihr Baby kümmern.


FÖRDERUNG VON SELBSTHILFE-PROJEKTEN
Die Bedeutung von Hilfsgütersendungen wird oft unterschätzt; sie haben jedoch in einem Land, in dem die Selbstversorgung seit Jahren völlig darniederliegt, noch mehr an Bedeutung gewonnen. Dies umsomehr, als der Import von Mangelprodukten von Zimbabwe aufgrund der fehlenden Devisen die Unterversorgung der Bevölkerung nicht beheben kann.


Taube und hörgeschädigte Kinder erlernen die Zeichensprache.

Die Schulen sind durch die vom IH entwickeltn Selbsthilfe-Programme schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, eigene Schulgärten anzulegen, um so dem Gemüse- Mangel entgegenzuwirken. Er stellt eine Lücke dar in der Nahrungsmittelkette des regelmäßigen Verbrauchs der meisten Schüler und Lehrer. Diesem Problem galt es abzuhelfen!

Der IH hat Projekte dieser Art mittels Hilfsgütern aus Deutschland ermöglicht: Angefangen beim Samen für Salat, Gurken, Tomaten, etc., bis hin zur Ver­sorgung mit Be­wässerungs­schläuchen, ein­fach zu hand­haben­den Wasser­ver­sorgungs­an­lagen. So wurde der Grund­stein dafür gelegt, daß die mittel­losen Dorf­schulen mit eigener Kraft mit zur Selbst­versorg­ung ihrer Schüler und Lehrer bei­tragen konnten. Regel­mäßig sendet der IH auch Werk­zeuge, die es den Schulen er­lauben, die Er­halt­ung und Instand­setzung ihrer Gebäude und Klassen­zimmer in Eigen­initiative zu bestreiten. Hilfe zur Selbst­hilfe ist deshalb im Schul­förderungs­projekt des IH in Chikombedzi kein Schlag­wort, sondern ein fester Bestandteil im Konzept der praktischen Umsetzung in den IH-Paten­schafts­projekten.

LIRHANZO: HILFE FÜR AIDS-WAISEN!
Das IH-Hilfsprojekt für Aids-Waisen, LIRHANZO, geht bereits in sein 4. Jahr! Der IH bemüht sich um die Erweiterung dieses sehr arbeitsintensiven Projekts und kümmert sich professionell um die kontinuierliche Ausstattung des einzigen Sozialfürsorgeprojekts für AIDS-Waisen in der Region. Die Gemeinschaftsküche wurde ausschließlich mit Hilfsgütern aus Deutschland eingerichtet, ebenso die Schlafstätten und Aufenthaltsräume. Die rasch steigende Zahl von AIDS-Waisen verlangt noch intensivere Zuwendung aus Deutschland, damit man auch im Jahr 2010 den Anforderungen gerecht werden kann.



Kinder machen im Kunstunterricht Erfahrung in der Anwendung verschiedener Arten von Farben.

Indien: Die medizinischen Untersuchungen schließen auch die Kontrolle der Sehfähigkeit ein, um bei Sehstörungen umgehend helfend eingreifen zu können.


HILFE FÜR KINDER AUS DEN SLUMS!
Der IH hat, seinen Verpflichtungen aus den Vorjahren folgend, einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, ärmsten Kindern aus den Slums der philippinischen Hauptstadt Manila den Schulbesuch zu ermöglichen und hat dafür gesorgt, daß diese Ärmsten der Armen eine medizinische Grundversorgung, insbesondere sog. „Gesundheits-Checks“ erhalten.


Der Sportunterricht umfaßt das Bogenschießen, das gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit fördert. Es bietet den Vorteil, daß es auch von vielen behinderten Kindern praktiziert werden kann.

INTEGRATION VON BEHINDERTEN KINDERN!
In Indien unterstützt der IH mit einem weiteren Patenschaftsprojekt die Integration körperlich und geistig behinderter Kinder durch gemeinsamen Schulbesuch, zusammen mit nichtbehinderten Kindern. Außerdem wird in Rehabilitationszentren die kontinuierliche gesundheitliche Versorgung der körperlich und geistig behinderten Kinder gewährleistet.

Der Internationale Hilfsfonds war dank Ihrer selbstlosen Unterstützung, werte IH-Gönner, auch im Jahre 2009 in der Lage, zahlreichen Notleidenden im Ausland Hilfe zukommen zu lassen. In der Januar-Ausgabe 2010 der IH-Nachrichten werden wir über die Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Armen- und Nothilfe des IH für Nachfolgestaaten der UdSSR und Osteuropa berichten, die der IH seit 1990 geleistet hat und sich inzwischen auf über 41,5 Mio. Euro beziffert, bei einem Volumina von über 6800 Tonnen.

Dieses stolze Ergebnis haben wir nur dank Ihrer kontinuierlichen Zuwendung erreicht, und ich darf mich deshalb auch im Namen des Vorstands des IH für Ihre Treue und Verbundenheit unserem Hilfswerk gegenüber nochmals ganz herzlich bedanken.

Mit diesem Dank verbinde ich meine besten Wünsche für ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr.

Ihr

Prof. Dr. Karl H. Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.



Ihre IH-Patenschaft

Kindern im Notstandsgebiet Chikombedzi helfen!

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Telefax: 0032-2-538 89 48
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IH im Internet:
www.internation-hilfsfonds.org

IH-Vorstandsmitglieder:
Prof. Dr. Karl H. Koch (Vorsitzender)
Peter M. Birch
Dr. Wladimir Miljutenko

Verantwortliche Leitung:
K. H. Koch
Honorarkonsul A. L. Weiß

 

Ich möchte gezielt einem Kind und seinem sozialen Umfeld helfen und übernehme die Patenschaft für ein bedürftiges Kind
in Zimbabwe,
in Indien, auf den Philippinen.

Wie mein monatlicher Beitrag in Höhe von 25,- EURO verwendet wird, erfahre ich aus den ausführlichen Informationsunterlagen, einschließlich Photo und Namen meines Patenkindes.
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