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Liebe
IH-Freunde,
da sich das Jahr 2009 seinem Ende zuneigt, so wollen wir Ihnen, wie in
den vorangegangenen Jahren, wieder eine Zusammenfassung über die
vom Internationalen Hilfsfonds e.V. geleistete Arbeit geben. Wenn es
unserem Hilfswerk trotz aller durch die Wirtschaftskrise verursachten
Beeinträchtigungen vergönnt war, an die erfolgreiche Bilanz
der Vorjahre anzuknüpfen, so verdanken wir dies vor allem Ihnen,
den treuen Spendern des Internationalen Hilfsfonds e.V., die auch in
schwierigen Zeiten ihre Unterstützung aufrechterhalten haben.
Ihre Unterstützung erachten wir als umso bemerkenswerter, als sich
die Bürger unseres Landes in diesem von Unsicherheiten
geprägten Jahr neu aufkommenden Problemen ausgesetzt sahen, die es
für jedermann zu bewältigen galt. Die mit der
Wirtschaftskrise einhergehenden Belastungen waren auch für Sie
eine große Bürde. Vor diesem Problemhintergrund ist Ihre
Großzügigkeit nicht hoch genug einzuschätzen! Im Namen
des Vorstands darf ich Ihnen für Ihr Vertrauen, das Sie dem
Internationalen Hilfsfonds auch im Jahr 2009 entgegengebracht haben,
recht herzlich danken.
Diesem, Ihrem Vertrauen, wollen wir uns jedes Jahr aufs Neue
würdig erweisen, am besten durch eine wirkungsvoll gestaltete
Hilfsarbeit zugunsten derer, die unserer Anteilnahme und
Hilfsbereitschaft in den jeweiligen Hilfsempfängerländern am
meisten bedürfen. Dank Ihrer Großzügigkeit, liebe
IH-Spender, ist uns dies auch im Jahr 2009 wieder gelungen.
EFFIZIENZ ALS VORAUSSETZUNG
FÜR ERFOLGREICHE ARBEIT!
Erfolgreich gestaltete humanitäre Hilfe ist nie ein
Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer konsequent umgesetzten
Strategie, die auf die bestmögliche Effizienz der zu bringenden
Hilfe ausgerichtet ist. Da in den Medien gern der
Verwaltungskosten-Anteil als Argument für ökonomischen
Finanzmitteleinsatz angeführt wird, wollen wir Ihnen diesen
Hinweis nicht vorenthalten: Die Verwaltungskosten liegen beim IH in
diesem Jahr bei 9 %.
Nach unserer Auffassung sollte die Wirksamkeit der realisierten Hilfe
der wichtigste Gradmesser nicht nur für die Arbeit von
Hilfsorganisationen sein: Ebenso für die staatliche
Entwicklungshilfe jeder einzelnen Industrienation, wie auch für
die internationalen Hilfsprogramme, wie sie von der UNO und der
Europäischen Union finanziert werden, sollte dieses Kriterium im
Vordergrund stehen. Während die privaten Hilfsorganisationen die
Verwendung der Spendenmittel gegenüber ihren Spendern genau zu
erläutern haben, unterwirft sich die staatliche und internationale
Entwicklungshilfe nicht derselben Disziplin.

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Die meisten Hygieneartikel sind
für die armen Dorfkinder nicht
erhältlich. Der IH hilft den Schulen u.a. mit Zahnpasta.
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Diese Waisenkinder erfreuen
sich dank hochwertiger Kindernährmittel
bester Gesundheit!
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In Zimbabwe ist die
Versorgungslage insbesondere für Waisenkinder prekär: Der IH
unterstützt sie mit Lebensmitteln.
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WELCHE LEHREN
ZIEHEN DIE
VERANTWORTLICHEN AUS DER FINANZKRISE?
Wie das Jahr 2008, so sah sich auch das Geschehen im nun auslaufenden
Jahr weltweit von der größten Finanz- und Wirtschaftskrise
überschattet, wobei man überall in Europa die Erwartung
hegte, daß ein fundamentales Umdenken Platz greifen würde.
Als enttäuschende Erkenntnis hat sich dabei allerdings in den
letzten Monaten herausgestellt, daß sich die Hauptverursacher –
allesamt global agierende Großbanken – zu Lasten der Steuerzahler
weitgehend schadlos gehalten haben.
Wenn just die Verursacher dieses beispiellosen Finanzdesasters sogar
schon in diesem Jahr wieder Milliardengewinne aus
Spekulationsgeschäften ziehen, dann steht der Normalbürger
nur noch staunend vis-àvis…
In der Bundesrepublik kommt eine Besonderheit im Bankenwesen hinzu, die
ansonsten in der EU-Bankenlandschaft nicht vorzufinden ist: Es handelt
sich um die Landesbanken, die ihre Führungskräfte vornehmlich
aus den politischen Parteien rekrutieren, was auf eine ungesunde
Nähe zwischen Politik und Finanzwelt hindeutet…

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Auch im Krankenhaus vom
Chikombedzi ist Baby-Nahrung sehr begehrt!
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Das Verbandsmaterial des IH
leistet gute Dienste!
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Die „westlichen“ Bundesländer wie Hamburg, Schleswig-Holstein,
Nordrhein-Westfalen, Hessen, bis nach Bayern, haben über ihre
Landesbanken, wie im Osten z.B. in Sachsen, Steueraufkommen in
Milliarden- Höhe zweckentfremdet und darüberhinaus im
wahrsten Sinne des Wortes unwiederbringlich verspielt.
Während sich die aufsichtspflichtigen Politiker der
zuständigen Landesregierungen die Hände in Unschuld waschen,
kommt das wahre Ausmaß des erschreckenden Kapitalverlusts erst
nach und nach ans Tageslicht.
Und so muß zwangsläufig der Eindruck entstehen, als
würde hier – stets zu Lasten der Bürger! – mit zweierlei
Maß gemessen: Auf der einen Seite stehen die sich schnöde
aus der Verantwortung geflüchteten Problemverursacher aus Politik
und der mit ihr eng verflochtenen Finanzlobby und stellen sich als
Opfer der von ihnen selbst geförderten Spekulationsgeschäfte
dar, wohingegen auf der anderen Seite die breite Bevölkerung sich
damit abzufinden hat, mit ihrem Steueraufkommen die Spielschulden der
„global player“ abdecken zu müssen, frei nach dem Motto: Gewinne
werden privatisiert; Verluste „sozialisiert“…
Daß aber die von den Banken und Politikern verursachten
Milliardenschulden tatsächlich von der Nachfolgegeneration zu
schultern sein werden, davon spricht niemand! In der verkehrten
Wahrnehmungswelt von Politik und Hochfinanz werden die Fakten verdreht
und auf den Kopf gestellt.
AM MEISTEN LEIDEN KLEINE, ISOLIERTE
ENTWICKLUNGSLÄNDER!
Von der Finanz- und Wirtschaftskrise am empfindlichsten betroffen sind
die kleinen, weit abgelegenen Staaten des Zentral- und Südpazifik:
Kleinststaaten, wie z.B. die Inselstaaten Tuvalu, Nauru oder Kiribati,
die einerseits kaum über Deviseneinkünfte aus Exporten
verfügen, jedoch andererseits aber Nahrungsmittel und Treibstoff
zur Energieversorgung importieren müssen und deshalb besonders in
Krisenzeiten am stärksten unter Druck geraten.
Die Ursache hierfür ist darin zu sehen, daß der eigene
Binnenmarkt zu klein ist, um die Bevölkerung zu ernähren und
schon deshalb eine Importabhängigkeit und Notwendigkeit der
Unterstützung durch die Völkergemeinschaft besteht.
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Frau Prof. Dr. E.
Theocharous führt eine komplizierte, mehrstündige Operation
eines Kindes durch, die den einheimischen Ärzten nicht
möglich ist.
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Die Chirurgin kümmert
sich um einen Buben, der einer aufwendigen Operation bedurfte, um eine
sog. Hasenscharte zu korrigieren.
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Eine Bewohnerin des
Bezirks Bagong Silangan, deren Haus vom Hochwasser zerstört ist,
beim Wasserholen.
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DER KLIMAWANDEL GEFÄHRDET DIE
EXISTENZ VON ATOLLEN IM PAZIFIK UND INDISCHEN OZEAN!
Der Internationale Hilfsfonds e.V. ist eine der wenigen
Hilfsorganisationen in der EU, die auf die Nöte der, wie es im
UN-Jargon heißt: „Low lying islands“ (niedrigliegende Inseln)
aufmerksam macht und sich bemüht, Projekte der humanitären
Hilfe in diesen oftmals vergessenen Inselstaaten umzusetzen. Der IH
konzentriert sich hierbei auf die Verbesserung der Hygiene und der
Trinkwasserqualität, sowie medizinische Hilfsmaßnahmen zur
Eindämmung von Epidemien.

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Frau Maria Epaminonda,
Direktorin der Stiftung für Familienplanung, bei einem ihrer
Vorträge zur AIDSPrävention in einer Dorfgemeinde der Region
Chikombedzis.
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Der Internationale Hilfsfonds e.V. ist eine der
wenigen
Hilfsorganisationen in der EU, die auf die Nöte der, wie es im
UN-Jargon heißt: „Low lying islands“ (niedrigliegende Inseln)
aufmerksam macht und sich bemüht, Projekte der humanitären
Hilfe in diesen oftmals vergessenen Inselstaaten umzusetzen. Der IH
konzentriert sich hierbei auf die Verbesserung der Hygiene und der
Trinkwasserqualität, sowie medizinische Hilfsmaßnahmen zur
Eindämmung von Epidemien.
Der IH plant, die im Laufe dieses Jahres vorbereiteten Hilfsprojekte im
Bereich der Präventiv- Maßnahmen zur Eindämmung von
Epidemien und der Verbesserung der Labor- Technik und Labor-Analyse
voranzubringen, um die Qualität der Diagnosen zu verbessern.
Ausbildungsmaßnahmen stehen hierbei im Vordergrund, um das
entsprechende Fachpersonal aus den Kleinstaaten des Pazifiks zu
schulen. Aber auch die Ausbildung von Hebammen sollte angegangen
werden, um der Kindersterblichkeit entgegenzuwirken.

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Frau Prof. Eleni
Theocharous bei der praktischen Anweisung einheimischer Frauen, die so
am besten lernen, Baumsetzlinge sachgerecht zu pflanzen.
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Diese Bäuerin, die
beim Bäumepflanzen hilft, muß sich gleichzeitig um ihr Baby
kümmern.
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FÖRDERUNG VON
SELBSTHILFE-PROJEKTEN
Die Bedeutung von Hilfsgütersendungen wird oft unterschätzt;
sie haben jedoch in einem Land, in dem die Selbstversorgung seit Jahren
völlig darniederliegt, noch mehr an Bedeutung gewonnen. Dies
umsomehr, als der Import von Mangelprodukten von Zimbabwe aufgrund der
fehlenden Devisen die Unterversorgung der Bevölkerung nicht
beheben kann.

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Taube und
hörgeschädigte Kinder erlernen die Zeichensprache.
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Die Schulen sind durch die vom IH entwickeltn
Selbsthilfe-Programme
schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, eigene
Schulgärten anzulegen, um so dem Gemüse- Mangel
entgegenzuwirken. Er stellt eine Lücke dar in der
Nahrungsmittelkette des regelmäßigen Verbrauchs der meisten
Schüler und Lehrer. Diesem Problem galt es abzuhelfen!
Der IH hat Projekte dieser Art mittels Hilfsgütern
aus Deutschland
ermöglicht: Angefangen beim Samen für Salat, Gurken, Tomaten,
etc., bis hin zur Versorgung mit
Bewässerungsschläuchen,
einfach zu handhabenden
Wasserversorgungsanlagen. So wurde der
Grundstein dafür gelegt, daß die mittellosen
Dorfschulen mit
eigener Kraft mit zur Selbstversorgung ihrer Schüler und
Lehrer
beitragen konnten. Regelmäßig sendet der IH auch
Werkzeuge,
die es den Schulen erlauben, die Erhaltung und
Instandsetzung ihrer
Gebäude und Klassenzimmer in Eigeninitiative zu
bestreiten. Hilfe
zur Selbsthilfe ist deshalb im
Schulförderungsprojekt des IH in
Chikombedzi kein Schlagwort, sondern ein fester Bestandteil im
Konzept
der praktischen Umsetzung in den IH-Patenschaftsprojekten.
LIRHANZO: HILFE FÜR
AIDS-WAISEN!
Das IH-Hilfsprojekt für Aids-Waisen,
LIRHANZO, geht bereits in sein 4. Jahr! Der IH bemüht sich um die
Erweiterung dieses sehr arbeitsintensiven Projekts und kümmert
sich professionell um die kontinuierliche Ausstattung des einzigen
Sozialfürsorgeprojekts für AIDS-Waisen in der Region. Die
Gemeinschaftsküche wurde ausschließlich mit Hilfsgütern
aus Deutschland eingerichtet, ebenso die Schlafstätten und
Aufenthaltsräume. Die rasch steigende Zahl von AIDS-Waisen
verlangt noch intensivere Zuwendung aus Deutschland, damit man auch im
Jahr 2010 den Anforderungen gerecht werden kann.

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Kinder machen im
Kunstunterricht Erfahrung in der Anwendung verschiedener Arten von
Farben.
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Indien: Die medizinischen
Untersuchungen schließen auch die Kontrolle der Sehfähigkeit
ein, um bei Sehstörungen umgehend helfend eingreifen zu
können.
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HILFE FÜR KINDER AUS
DEN SLUMS!
Der IH hat, seinen Verpflichtungen aus den
Vorjahren folgend, einen wertvollen Beitrag dazu geleistet,
ärmsten Kindern aus den Slums der philippinischen Hauptstadt
Manila den Schulbesuch zu ermöglichen und hat dafür gesorgt,
daß diese Ärmsten der Armen eine medizinische
Grundversorgung, insbesondere sog. „Gesundheits-Checks“ erhalten.

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Der Sportunterricht
umfaßt das Bogenschießen, das gleichzeitig die
Konzentrationsfähigkeit fördert. Es bietet den Vorteil,
daß es auch von vielen behinderten Kindern praktiziert werden
kann.
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INTEGRATION VON
BEHINDERTEN KINDERN!
In Indien unterstützt der IH mit einem
weiteren Patenschaftsprojekt die Integration körperlich und
geistig behinderter Kinder durch gemeinsamen Schulbesuch, zusammen mit
nichtbehinderten Kindern. Außerdem wird in Rehabilitationszentren
die kontinuierliche gesundheitliche Versorgung der körperlich und
geistig behinderten Kinder gewährleistet.
Der Internationale Hilfsfonds war
dank Ihrer selbstlosen
Unterstützung, werte IH-Gönner, auch im Jahre 2009 in der
Lage, zahlreichen Notleidenden im Ausland Hilfe zukommen zu lassen. In
der Januar-Ausgabe 2010 der IH-Nachrichten werden wir über die
Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Armen- und Nothilfe des
IH für
Nachfolgestaaten der UdSSR und Osteuropa berichten, die der IH seit
1990 geleistet hat und sich inzwischen auf über 41,5 Mio. Euro
beziffert, bei einem Volumina von über 6800 Tonnen.
Dieses stolze Ergebnis haben wir nur dank Ihrer kontinuierlichen
Zuwendung erreicht, und ich darf mich deshalb auch im Namen des
Vorstands des IH für Ihre Treue und Verbundenheit unserem
Hilfswerk gegenüber nochmals ganz herzlich bedanken.
Mit diesem Dank verbinde ich meine besten Wünsche für ein
frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr.
Ihr
Prof. Dr. Karl H. Koch
Vorsitzender Internationaler Hilfsfonds e.V.
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