| INHALT | Nr. 10 Oktober 2009 | |
| EDITORIAL |
WEISSRUSSLAND: Kindern aus ärmsten Familien helfen! |
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| WEISSRUSSLAND | ||
| ZIMBABWE | ||
| LITAUEN |
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| Die Krise mahnt zu mehr globaler Verantwortung! |
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Liebe
IH-Freunde, Zusammen mit den Europäern hatte auch Japan gehofft, daß Präsident Obama die Weichen stellen würde für die Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Sie sahen sich jedoch in ihrem Optimismus getäuscht, denn die Vereinigten Staaten, die mit ihren annähernd 5% der Weltbevölkerung mehr als ein Fünftel aller CO2-Emissionen in die Atmosphäre ausstoßen, hielten sich mit Versprechungen stark zurück. Das von den USA geforderte klare Signal zur Verringerung des CO2-Ausstoßes blieb aus. Präsident Obama hat gegenwärtig andere Prioritäten, denn er kämpft darum, seine Gesundheitsreform durch den Senat zu bringen. In den USA scheinen die Uhren zuweilen anders zu ticken als in Europa, was durch die Tatsache unterstrichen wird, daß die Versicherungswirtschaft nun schon seit Wochen täglich 1,1 Mio. USD für eine Propaganda-Kampagne aufwendet, um die von Obama angestrebte für alle US-Bürger staatliche Krankenversicherung zu verteufeln. Was für Europa längst eine Selbstverständlichkeit darstellt, muß nicht unbedingt für die USA gelten! Wenn auch noch die damit zusammenhängende
finanzielle
Belastung für den Staatshaushalt als wichtigstes Argument von
den
Gegnern Obamas im Senat ins Feld geführt wird, dann versteht
niemand mehr die hier zum Tragen kommende Logik: Der extrem teure Krieg
gegen den Irak verschlang bekanntlich ein Vielfaches dessen, was an
Staatsgeldern für die Krankenversicherung notwendig
wäre,
ohne daß sich der Senat quergelegt hätte! Tun sich schon hier große Widersprüche auf, so hat man in Kreisen des Senats überhaupt kein Verständnis für den aus dem alten Kontinent erhobenen Vorwurf: „Die Rettung des Weltklimas ist mindestens so wichtig wie die Rettung der Banken!“ Die Kritik an den Industriestaaten beschränkt sich nicht allein auf den Stillstand beim Klimaschutz; auch das fehlende Mitspracherecht der armen Länder gibt Anlaß zum Streit. Den Industrie-Staaten wird vorgeworfen, die Schwellen- und Entwicklungsländer hinzuhalten, was finanzielle Zusagen anbelangt. Obama stellte fest: „Amerika kann die Probleme der Welt nicht allein lösen; die Zeit ist gekommen, daß alle ihren Teil an der Verantwortung für eine globale Antwort auf die globalen Herausforderungen erbringen“. Die US-Regierung ist der Auffassung, der Dialog über den Schutz der Wälder, wie auch die Problematik des CO2-Ausstoßes, sei vorrangig nicht Aufgabe der G 20; die Zuständigkeit hierfür läge eher bei den Vereinten Nationen. Anläßlich dieser kontroversen Diskussion verdeutlichte sich der Eindruck, daß die Dominanz des führungsgewohnten Westens, die sich in der Gruppierung der G 8 widerspiegelt, im Schwinden begriffen ist. Man muß kein Prophet sein, um vorauszusagen, daß die Tage des „Club der großen 8“, dem Rußland und Japan als die einzigen nicht-westlichen Staaten angehören, gezählt sind. Der kleine 8er-Club wird dem der G 20 weichen müssen, zumal die globalen Probleme ohne die Miteinbeziehung wichtiger aufstrebender Länder, wie China, Indien, Brasilien, etc. nicht lösbar sind. Waren im „Club der 8“ Staaten ähnliche Kulturen vertreten – wobei Japan, das sich nach dem 2. Weltkrieg meist an die USA angelehnt hat – so werden die Diskussionen im Verband der G 20 künftig schon deshalb weniger harmonisch verlaufen, weil mehr unterschiedliche Interessen und Mentalitäten aufeinanderprallen. Dies wird eine Machtverschiebung zugunsten der Schwellenländer mit sich bringen, die dann auch ihre Positionen in den internationalen Institutionen, wie z.B. im Internationalen Währungsfonds, verbessern wollen und mittels größerer Stimmrechte einfordern werden. Es war Präsident Obama vorbehalten, vor der UN-Vollversammlung ein positives Zeichen zur Entspannung zu setzen, als er die Abschaffung aller Atomwaffen forderte. In seiner Resolution erklärte der Sicherheitsrat eine „Welt ohne Atomwaffen“ zu seinem primären Ziel. Obamas Forderung: „Die Fähigkeit des Menschen zu töten, muß eingeschränkt werden“, steht in frontalem Gegensatz zur Politik seines Amtsvorgängers, der vermeinte, die Probleme der Welt militärisch lösen zu können… und damit die USA in die höchste Staatsverschuldung seiner Geschichte trieb. Zu Bush’s Wirken bewahrheitet sich ein Ausspruch des früheren Präsidenten Ronald Reagan: „Die Regierung ist nicht die Lösung des Problems. Sie ist das Problem!“ Europa sollte die Initiative Präsident Obamas freudig aufnehmen und den ersten Schritt zur Umsetzung zur Verbannung von Atomwaffen tun. Es wäre der in den letzten Jahren stark in Mitleidenschaft gezogenen Glaubwürdigkeit der Politiker in den EU-Staaten dienlich, alle Atomwaffen der USA, die in Europa lagern, abwracken zu lassen und außer Landes zu schaffen. Dies würde nicht nur die Sicherheit der europäischen Bürger, als auch die ihrer Nachbarn erhöhen, sondern auch die Umweltbelastung und -gefährdung verringern. Absichtserklärungen allein reichen nicht mehr: Den Reden müssen Taten folgen! Ihr Prof. Dr. Karl H. Koch |
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DIE
HUNGERSNOT HAT UNTERERNÄHRUNG ZUR FOLGE! AUFSCHLUSSREICHE
DATEN VON
GRÖSSTER WICHTIGKEIT: AIDS-PRÄVENTION !
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SCHWANGERSCHAFTSVERHÜTUNG:
IN
DEN
DÖRFERN
NICHT
BEKANNT! Die von Frau Maria Epaminanda durchgeführten
Veranstaltungen erfreuten sich großen Zuspruchs seitens der
Landbevölkerung. Als sehr vorteilhaft hat es sich erwiesen,
daß die Aufklärungsarbeit in den Dörfern vonstatten
ging, zumal den Ärmsten das Geld für Fahrten in die
Städte fehlt. IH-ÄRZTE
FÜHREN
UNTERSUCHUNGEN
UND
OPERATIONEN
DURCH.
Frau Prof. Theocharous war es vergönnt, zwei Kinder
erfolgreich zu operieren. Der Fall eines Kleinkindes war deshalb
besorgniserregend, weil dessen Därme durch die offene Bauchdecke
nach außen getreten waren. In beiden Fällen ist die
Operation geglückt, und die Heilung verläuft gut. Es ist
vorgesehen, ähnliche medizinische Hilfsaktionen auch künftig
in Zimbabwe durchzuführen, und ich darf mich im Namen der
Patienten und aller Dorfbewohner, die ärztlich behandelt worden
sind, bei Ihnen, werte IHGönner, sehr herzlich bedanken. Ihre Ezelle SchimperLeiterin des IH-Patenschaftsund Schulförderungsprojekts in der Region Chikombedzi
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Das Zusammenbrechen der Sowjetunion hatte zur Folge, daß Litauen 1991 seine staatliche Unabhängigkeit erlangte. Das Land zählte damals ca. 3,3 Millionen Einwohner, von denen sich jedoch schon damals über 400 000 entschlossen, Litauen zu verlassen und ihr Glück im Ausland zu suchen. Die meisten der litauischen Auswanderer fanden in Irland, Großbritannien und in den USA Arbeit und eine neue Heimat. Die
überwiegende Mehrheit der Auswanderer waren junge gut ausgebildete
Fachleute, die dem Land heute schmerzlich fehlen, wenn es darum geht,
das agrarwirtschaftlich geprägte Land in einen modernen
Industriestaat zu verwandeln. Auch der Eintritt Litauens in die EU hat
die Armut des Landes nicht merklich reduziert. Die Tatsache, daß
viele litauische Haushalte nicht über fließendes Wasser
verfügen und weitgehend noch Ofenheizung vorherrscht, mag
anzeigen, wie arm die Bevölkerung Litauens ist.
Eine Mittelschicht gibt es in Litauen nicht, sodaß sich die Gesellschaft in arm und reich spaltet, was über kurz oder lang zu sozialen Spannungen führen dürfte. Besonders die sozialen Randgruppen, wie Behinderte und Kranke, leben in Litauen in bitterer Armut. Somit erscheint es für den Internationalen Hilfsfonds angebracht, seine zu Beginn der 90er Jahre gestartete Nothilfe für Litauen wieder aufzunehmen und ausgewählten Zielgruppen des Landes zugute kommen zu lassen; um auf diese Weise unserer Solidarität und Freundschaft mit Litauen im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten Ausdruck zu verleihen. Der IH hat deshalb in der Bezirkshauptstadt
Ukmerge, einer Stadt mit 28 000 Einwohnern, eine Kooperation mit der
dortigen Behörde für Sozialfürsorge eingeleitet, die mit
ihren 25 Mitarbeitern im Bezirk über 1000 Invaliden und Behinderte
betreut. Der Internationale Hilfsfonds unterstützt diese wertvolle Arbeit mit Krankenhausbetten, Rollstühlen, Gehhilfen, etc., sowie mit Baumaterial zur Renovierung der alten Bausubstanz von Kranken- und Waisenhäusern, bringt aber auch Nahrungsmittel und Kleidung zu den Notleidenden. Die Zusammenarbeit hat ein positives Echo in
der Stadt und dem Bezirk Ukmerge hervorgerufen, das es dem IH erlaubt
seine Arbeit auf konstruktive Weise zum Wohle der Behinderten
fortzusetzen. Allen Spendern, die den IH darin unterstützen, diese
Initiative zu ermöglichen, darf ich im Namen der Behinderten des
Bezirks Ukmerge meinen herzlichen Dank entrichten. Ihr Prof. Dr.
Youri Rodionov |
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